Merz in Belém: Nix wie weg „aus diesem Ort, wo wir da waren“

Friedrich Merz, Meister verbaler Entgleisungen und mit sicherem Gespür für Fettnäpfe ausgestattet, war zu einem Blitzbesuch bei der Klimakonferenz COP30 in Belém, Brasilien. Das muss man sich etwa so vorstellen: Nach zehn oder zwölf Stunden Flug raus aus dem Regierungsflieger, rein ins Auto, kurz im Hotel die Krawatte gewechselt, Rede vor der COP-Versammlung gehalten, schnell wieder rein in den Regierungsflieger und ab nach Hause nach dem Motto: Hier ist meines Bleibens nicht länger. Angeblich wollten auch die mitreisenden Journalisten nicht bleiben an „diesem Ort, wo wir da waren“ (Originalton Merz). Weil in Deutschland, so Merz, sei es nun mal viel schöner. Vermutlich haben auf der Fahrt zum Flughafen ein paar Müllsammler den Verkehr aufgehalten bzw. das Stadtbild verhunzt. Und dann der Blick aus dem Flieger auf die ausgedehnten Favelas am Stadtrand – widerlich. Anschließend, so verlautet aus gut unterrichteten Kreisen, habe man im Flugzeug gemeinsam gesungen „Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier das unsre weit und breit“.

Nun muss man wissen, dass Merz in Brilon im Sauerland aufgewachsen ist. Da kann man Verständnis dafür haben, dass ihm Belém nicht so gut gefallen hat. Die geneigte Leserschaft möge sich anhand der folgenden Bilder selbst ein Urteil bilden, wo es schöner ist:

(alle Bilder zu Belém aus dem Reiseblog von Stefan Diener, Oberbilker Allee 202, 40227 Düsseldorf)


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