Krieg dem Spritpreis: Deutschlands Autofahrer und Verbände fordern Tankrabatt!
Veröffentlicht: 17. März 2026 Abgelegt unter: Boulevard, Flüchtlinge, Humanitäre Hilfe, Internationale Politik, Krieg, Völkerrecht | Tags: Benzinpreis, Irankrieg, Libanon 2 KommentareHeilig´s Blechle! Schnappatmung an deutschen Tankstellen und in der Boulevardpresse: Angesichts gestiegener Spritpreise erschallt landesweit der Ruf nach staatlichen Hilfen. Beim Spritpreis hört beim deutschen Autofahrer bekanntlich der Spaß auf, Krieg hin oder her. Der Ruf nach dem Eingreifen des Staates ertönt besonders laut aus Kreisen, die gegen das beschlossene Verbrenner-Aus Sturm laufen, gerne auf der Autobahn ohne Tempolimit heizen und im Heizungskeller keine staatliche Bevormundung dulden.
Leute, was denn jetzt? Der Ruf nach dem Staat, wenn es uns in den Kram passt? Wir jammern über erhöhte Kosten für Benzin und Gas, während die USA und Israel den Iran und Libanon zusammenbomben und der Iran mit Raketenangriffen in der ganzen Region reagiert. In Kuba bricht erneut landesweit die Stromversorgung zusammen, weil die USA das Land mit einem Ölembargo belegen. Donald Trump denkt laut darüber nach, Kuba zu „übernehmen“ (für die Jüngeren unter uns: Das ist schon einmal ziemlich schief gegangen, nämlich 1961 bei der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht …).
Im Libanon sind inzwischen schätzungsweise 760.000 Menschen vertrieben worden; das sind mehr als zehn Prozent der Einwohner des Landes. Während die USA ihre Kanonenbootpolitik auf neue Länder ausdehnen und immer neue humanitäre Katastrophen auslösen, kürzt Deutschland die Mittel für Armutsbekämpfung und humanitäre Hilfe. Sich darüber aufzuregen wäre angemessener als über höhere Benzinpreise.
Im Übrigen ließe sich der höhere Spritpreis leicht kompensieren: Fahrgemeinschaften bilden, Fuß vom Gas, Tempo 100 auf Autobahnen, auf den ÖPNV umsteigen. Geht doch!
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Danke für den Kommentar. Ja, es stimmt, nicht alle Empfehlungen sind für alle individuellen Lebenslagen geeignet. Mir ging es auch mehr darum deutlich zu machen, über welche Einschränkungen unserer Lebensgewohnheiten wir jammern (bzw. viele Menschen), während in den Kriegsregionen Menschen fliehen müssen, kein Dach mehr über dem Kopf haben und um ihr Leben bangen müssen.
In vielen Dingen hast Du Recht, aber, die Tipps von wegen Fahrgemeinschaften, langsamer fahren, E- Auto- ich kann sie nicht mehr hören. Fahrgemeinschat- unmöglich, da ich oft individuell arbeite, Langsamer… bei dem Wildbesatz kann man bei uns nicht rasen und egal ob ich spät oder früh habe- eine Nachtfahrt hab ich immer dabei, wenn ich mal ne Nachtschicht mache, beide… und die Ersparnis: 0,5L/100km. E Auto? Ich bräuchte einen 2 sitzigen Hundefänger mit dem man auch einen Anhänger ziehen kann. Das Ding wäre so teuer- das ich auf alle Lebensfreuden verzichten müsste weil ich die Karre abzahle. Ich hoffe suf wärmere Nächte- dann fahre ich die 40km mit meiner 125er Brixton Rayburn. Nur 2,5 Liter auf 100km.
Aber ich meckere ja auch nicht, ganz im Gegenteil, ich hoffe, das die Iraner lange durchhalten, damit Trump seine eigene „Ukraine“ bekommt