Besser wählen in Berlin – watt issn ditt?

Bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September letztes Jahr konnte so manche Bananenrepublik noch etwas lernen. Und ein notorisch-nöliger Donald Trump („Mama, die haben mir die Wahl gestohlen“) hätte seine wahre Freude gehabt. Jetzt hat das Landesverfassungsgericht entschieden: Gehe zurück auf Los. Mach´s noch einmal, aber richtig. Und prompt versichert die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey, die mit Täuschungen ja eine gewisse Erfahrung hat (krrch, krrch, krrch…), die Wiederholungswahl am 12. Februar 2023 besser zu organisieren als beim letzten Mal. Krasser Witz, oder? Besser als beim letzten Mal? Genauso schlecht oder schlechter geht ja wohl nicht! 

Eine perfekt organisierte Wahl – ach bitte, Berlin, tu uns das nicht an. Wir lieben dich, so wie du bist und wollen dich nicht anders: Arm, sexy, gefinkelt und chaotisch. So wie du Flughäfen baust oder Schlangen vor den Sozialämtern organisierst – keiner kann das so wie du. Lass es bei der Wahlwiederholung im Februar nächstes Jahr einfach nochmal so richtig krachen, mit Freibierausschank im Wahllokal, 50 Euro in bar für jede SPD-Stimme (bezahlt aus dem Länderfinanzausgleich), CDU-Wähler in der S-Bahn steckenlassen, bei der Stimmenauszählung das FIFA-Prinzip der WM-Vergabe anwenden, am 12. Februar einen Streik der städtischen Busfahrer organisieren, für rechtzeitigen Stromausfall in allen Wahllokalen sorgen – es gibt noch viele tolle Ideen, wie man eine Wahl kreativ gestalten kann. Wir setzen auf dich, Berlin!