Wenn alles teurer wird: Wie werde ich meinen Hund los?

Hunde, wollt ihr ewig leben? Damit soll nicht an den alten Kriegsfilm von Frank Wisbar nach dem Roman von Fritz Wöss erinnert werden (wer Kriegsfilme schauen will, muss nur den Fernseher anmachen), sondern an die Tatsache, dass die Haltung eines Hundes nicht nur Vergnügen bereitet. Allein der Aufwand und die Kosten! Das Tier braucht Futter, tierärzliche Versorgung, Haftpflichtversicherung, Zuwendung und Kontrolle beim Umgang mit Artgenoss*innen. Es verursacht Verunreinigungen auf Wegen, Straßen und Wiesen. Es hat nicht gelernt, auf eigens dafür ausgewiesenen Stellen zu defäkieren. Mit der Folge, dass der Halter/die Halterin die Hinterlassenschaft in einem Hundekotbeutel aufsammeln muss, was bei fester Konsistenz noch „handhabbar“ ist, aber …. Und dann: Wohin mit der Scheiße? Nicht überall haben die Kommunen Dogstations angebracht, wo die Stinketüten entsorgt werden können. Eine vorübergehende Deponierung in der Hosentasche kann zu peinlichen gesellschaftlichen Komplikationen führen, wenn statt des Taschentuchs zum Schweißabwischen ein Hundekotbeutel zum Vorschein kommt. Auch die unkonventionelle Entsorgung des Hundekots, wie sie der Hanoveraner Ballettdirektor Marco Goecke praktiziert hat, kann nicht allgemein empfohlen werden. Der hatte, wir erinnern uns mit wohligem Schaudern, seiner Kritikerin Wiebke Hüster von der FAZ den mitgeführten Dackelkot ins Gesicht geschmiert und damit offenbar sagen wollen, wie sehr ihm deren Kritik stinkt.

Zu den unerfreulichen Begleiterscheinungen der Hundehaltung gehört auch die Hundesteuer. Niemand kann so recht erklären, warum die Kommunen Steuern für Hunde erheben, nicht aber für Katzen, Einhörner, Schlangen, Pferde oder Papageien. In meiner Wohngemeinde wurde die Hundesteuer nun erhöht. Für Menschen, die wenig Geld haben, könnte dies zum Entschluss führen, nicht nur den Hundekot, sondern gleich den ganzen Hund zu entsorgen:

Aber auch das ist, wie dieses Schild unmissverständlich deutlich macht, nicht überall erlaubt. Mein Tipp: Das Tier an einer Autobahnraststätte aussetzen. Das funktioniert nicht nur mit lästig gewordenen Ehefrauen. Manche Hunde (und Frauen) sind allerdings in der Lage, über Hunderte von Kilometern den Weg zurück ins heimische Nest zu finden. Wer also auf Nummer sicher gehen will, muss wohl doch eine drastischere Methode wählen. Welche? Google weiß sicher Rat.


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3 Comments on “Wenn alles teurer wird: Wie werde ich meinen Hund los?”

  1. Avatar von Unbekannt Anonym sagt:

    Mit Witz ein ernstes Thema aufgegriffen.

    Leider ist es hier in den USA traurige Realität. Wie viele Hunde sitzen in Tierheimen und warten auf den Tag des Erlösens (Adoption oder Tötung) nur weil Menschen nicht langfristig über die Konsequenzen der Tierhaltung nachdenken. Ich bin noch dabei Julian zu überreden, dass wir einen Hund retten sollten.

    Liebe Grüße auch an Frau und Hund 😉 von euren Ex-Nachbarn (nun zeitweise ansässig in Asheville, Nord Carolina)

  2. Das ist doch nur für Hunde gemeint, die nicht nur Kosten verursachen und auf Gehwege sch…., sondern die so lieb sind wie Lou!

  3. Avatar von Unbekannt Anonym sagt:

    Eine Runde Mitleid mit Lou. Bitte schickt sie zu mir ins Asyl.


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