Oh, wie schön ist Panama. Oder: Make America noch größer again

Der Imperialismus feiert neue Blüten. Während Russland versucht, sich die Ukraine einzuverleiben, China Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer geltend macht und Anspruch auf Taiwan erhebt, will der neue US-Präsident Trump Kanada, Grönland und den Panama-Kanal heim ins Reich holen. Warum nicht auch noch Mexiko und Kuba, das läge doch geografisch nahe?

Dass der Mann zu Übergriffen neigt, kennt man von seinem Verhältnis zu Frauen. Zahlreiche Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung, Vergewaltigungsvorwürfe, Affairen, u.a. mit einer Pornodarstellerin, kommentierte er 2016 mit: „Wenn du ein Star bist, lassen sie dich alles tun. Du kannst alles tun […] Ihnen an die Muschi greifen. Du kannst alles tun.“ Mutige Frauen haben sich zur Wehr gesetzt und Trump wegen Vergewaltigung verklagt.  

Was das mit seinen imperialen Ambitionen zu tun hat? „Wenn du Präsident der USA bist, genügend Atomwaffen hast und dazu gehörig einen an der Waffel, kannst du alles tun. Du kannst alles tun und ihnen ihr Land wegnehmen.“ Hoffen wir mal, dass die betroffenen Nationen sich ihr Land nicht wegnehmen lassen und sich mutig zur Wehr setzen. Im Kinderbuch von Janosch „Oh, wie schön ist Panama“ erleben der kleine Tiger und der kleine Bär, dass man nicht nach Panama reisen muss, um sein Glück zu finden. Könnte ein passendes Geschenk für Donald Trump sein, wenn man nicht wüsste, dass er keine Bücher liest.   

Bildquelle: Von Janosch – Janoschmedien, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=139816309


Entdecke mehr von Jürgen Lieser

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Jürgen Lieser

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen