Corona: Aus Ostern das Beste machen

Auch dieses Jahr findet Ostern unter Coronabedingungen statt. Über die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Pandemie wollen wir uns hier nicht auslassen. Die Kakophonie der Stimmen aus Opposition, Wirtschaft, Coronaleugnern, Wissenschaft, AfD, Mallorca-Reisenden, RKI, Bildzeitung, Tourismusbranche, Bordellbetreibern usw. ist schon groß genug.

Hier ein paar persönliche Empfehlungen, wie man trotzdem die Ostertage sinnvoll gestalten kann:

Familienbesuche: Kann man machen, da erfahrungsgemäß gut geeignet für die Pflege und Aktualisierung innerfamiliärer Konflikte. Für den Fall, dass Sie die regierungsamtlichen Besuchseinschränkungen noch nicht verstanden haben, hier eine Anleitung für die Befestigung an der Wohnungstür:

Gottesdienstbesuche: Wer darauf nicht verzichten möchte, bitte dran denken, Impfbuch, Mundnasenschutz, Desinfektionsmittel, Zollstock (wegen Abstand) und Kontaktnachverfolgungsformular bereithalten. Ungetaufte sollten tunlichst nicht vor der Kirche parken, damit nicht passiert, was hier angedroht wird:

Impftermin buchen: Wer impfberechtigt ist, kann die Osterfeiertage damit ausfüllen, eine Onlinebuchung für einen Impftermin zu versuchen. Das erfordert Geduld. Die größten Chancen, einen Termin zu ergattern, bestehen zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr.

   

Gesellschaftsspiele sind wieder in: Es muss gar nicht das brutale Rauswerfspiel „Mensch ärgere Dich nicht“ sein oder das kapitalistische Monopoly, wo man mit Immobilien Mieter schamlos ausbeuten kann. Wie wär´s mit „Pandemie – Können Sie die Menschheit retten?“

Osterspaziergang a la Goethe: „Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“ Also raus „aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern“ wo das Virus sich in ungelüfteten Räumen tummelt – würde Goethe heute vielleicht dichten. Aber wahrscheinlich wird uns das Osterwetter, so prognostiziert Herr Kachelmann, auch dieses kleine Vergnügen vermiesen. Seufz.

Ach ja, und noch was: Onlineshopping as much as possible, die Lieferdienste müssen ja auch beschäftigt werden! Das geht doch immer. Erst einmal alles bestellen, was nicht niet- und nagelfest ist. Zurückschicken kein Problem. So halten wir trotz Corona die Wirtschaft am Laufen.


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One Comment on “Corona: Aus Ostern das Beste machen”

  1. Avatar von Joost Butenop Joost Butenop sagt:

    Also das sind mal sinnvolle Tipps!

    Die konfliktauffrischenden Familienbesuche sind noch in Planung, da sich die Meinung der föderalen hohen Damen und Herren bestimmt noch mehrmals ändern wird, zumindest ist das nicht ausgeschlossen.
    Impftermin hab ich noch keinen, als Priorität 5 bin ich wohl dank des Orga-Chaos erst im Herbst dran und nehm dann Sputnik. Weil ichs dann kann und der russische Geheimdienst eh schon eine Akte über mich hat. In den KGB hab ich auch noch keine so guten Kontakte, da ist Luft nach oben.
    Pandemie haben wir uns tatsächlich besorgt und nach dem 4. Mal Spielen und jedesmal jämmerlich gegen die Pandemie verlierend auch verstanden. Es ist in der Tat ein hochkommunikatives Kooperationsspiel, wo man zusammen gegen die Pandemie spielt. Eher aber Kennerspielniveau (siehe „Flügelschlag“). Wenn man es einmal verstanden hat, macht es Laune. Wehrmutstropten: ist ein Vintage Liebhaber-Spiel von 2008, kostet auf dem second Hand Markt zwischen 60 und 160 Euro – ich habs nach sehr langem Suchen für 40 bekommen. Aktueller Tipp: Pandemic Rapid Response ist ein englisches Spiel neueren Datums.
    Also dann: frohe Ostertage!


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