Impfen: Zur Sache, Schätzchen
Veröffentlicht: 1. April 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Corona, Gesellschaft | Tags: Corona, Impfen, Uschi Glas 4 Kommentare
Uschi Glas hat sich impfen lassen und wirbt für die Corona-Schutzimpfung: „Damit ich endlich wieder meinen Enkel drücken kann“. Mal abgesehen davon, dass der Enkel vielleicht gar nicht von der Oma gedrückt werden will: Mensch Uschi! Hast du nicht 1968 in dem Film „Zur Sache, Schätzchen“ die Polizei mit einem Striptease von ihrer Ermittlungsarbeit abgelenkt? Und jetzt willst du uns mit deinem entblößten Oberarm davon ablenken, dass es mit „Ärmelhoch für die Impfung“ nicht getan ist? Ich und viele meiner Mitmenschen sitzen seit Wochen mit aufgekrempeltem Ärmel in der Gegend rum, ohne dass eine Impfnadel am Horizont zu sehen ist.

Dein Partner Werner Enke, der in dem Film einen auf coole Sau machte, hat dir erklärt, was „fummeln“ bedeutet, nämlich „sich unsachgemäß an einer Sache zu schaffen machen“. Die Sache warst natürlich du. Wir haben dich angehimmelt und wussten damals noch nicht, dass Du Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß verehrst, gerne in Glitzerglimmer auftrittst und deine „Uschi Glas hautnah Face Cream“ von der Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ bewertet wurde. Also bitte, bevor du deinen Enkel drückst, wenigstens die Uschi-Glas-Hautcreme abschminken.
Corona: Aus Ostern das Beste machen
Veröffentlicht: 25. März 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Corona, Gesellschaft | Tags: Corona, Kontaktbeschränkungen, Ostern Ein KommentarAuch dieses Jahr findet Ostern unter Coronabedingungen statt. Über die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Pandemie wollen wir uns hier nicht auslassen. Die Kakophonie der Stimmen aus Opposition, Wirtschaft, Coronaleugnern, Wissenschaft, AfD, Mallorca-Reisenden, RKI, Bildzeitung, Tourismusbranche, Bordellbetreibern usw. ist schon groß genug.
Hier ein paar persönliche Empfehlungen, wie man trotzdem die Ostertage sinnvoll gestalten kann:
Familienbesuche: Kann man machen, da erfahrungsgemäß gut geeignet für die Pflege und Aktualisierung innerfamiliärer Konflikte. Für den Fall, dass Sie die regierungsamtlichen Besuchseinschränkungen noch nicht verstanden haben, hier eine Anleitung für die Befestigung an der Wohnungstür:

Gottesdienstbesuche: Wer darauf nicht verzichten möchte, bitte dran denken, Impfbuch, Mundnasenschutz, Desinfektionsmittel, Zollstock (wegen Abstand) und Kontaktnachverfolgungsformular bereithalten. Ungetaufte sollten tunlichst nicht vor der Kirche parken, damit nicht passiert, was hier angedroht wird:

Impftermin buchen: Wer impfberechtigt ist, kann die Osterfeiertage damit ausfüllen, eine Onlinebuchung für einen Impftermin zu versuchen. Das erfordert Geduld. Die größten Chancen, einen Termin zu ergattern, bestehen zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr.
Gesellschaftsspiele sind wieder in: Es muss gar nicht das brutale Rauswerfspiel „Mensch ärgere Dich nicht“ sein oder das kapitalistische Monopoly, wo man mit Immobilien Mieter schamlos ausbeuten kann. Wie wär´s mit „Pandemie – Können Sie die Menschheit retten?“

Osterspaziergang a la Goethe: „Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“ Also raus „aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern“ wo das Virus sich in ungelüfteten Räumen tummelt – würde Goethe heute vielleicht dichten. Aber wahrscheinlich wird uns das Osterwetter, so prognostiziert Herr Kachelmann, auch dieses kleine Vergnügen vermiesen. Seufz.
Ach ja, und noch was: Onlineshopping as much as possible, die Lieferdienste müssen ja auch beschäftigt werden! Das geht doch immer. Erst einmal alles bestellen, was nicht niet- und nagelfest ist. Zurückschicken kein Problem. So halten wir trotz Corona die Wirtschaft am Laufen.
Impftermine buchen kann süchtig machen
Veröffentlicht: 10. März 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Corona | Tags: Corona, Impfen, Impftermine 7 KommentareEine neue Sucht grassiert im Land: Wir buchen uns einen Impftermin. Online oder telefonisch, es ist ein bisschen wie Lotto spielen. Jemand aus meinem Bekanntenkreis hat nach neun Tagen und ungezählten Versuchen zu allen Tages- und Nachtzeiten einen Treffer erzielt. Andere, so hört man, haben sofort das große Los gezogen. Ich selbst bin erst seit zwei Tagen impfberechtigt, aber schon zeigen sich erste Anzeichen einer Sucht. Einen Impftermin buchen, das ist im Prinzip ganz einfach. Entweder die Telefonnummer 116117 anrufen oder über die Internetseite: www.impfterminservice.de. Beim Telefonanruf bekommt man, wenn es gelingt, die Ansage der Warteschleife zu durchbrechen und einen richtigen Menschen zu erreichen, die Auskunft, dass in den Impfzentren in 100 km Umkreis vom Wohnort aktuell keine freien Impftermine zur Verfügung stehen. Die online-Buchung kommt zum gleichen Ergebnis:

Wir probieren es also später erneut. Seit heute gibt es, und das ist offenbar neu, auf dem online-Portal einen „virtuellen Warteraum“:

„Wir bitten um etwas Geduld“ – wieviel aber ist „etwas“?, und „Sie müssen nichts weiter tun“. Jetzt mach das mal über mehrere Stunden, das Nichtstun, wenn Du nicht durch jahrelange Meditation darin geübt bist. Ich wurde auch erst beim dritten Versuch „automatisch weitergeleitet“. Im realen Wartezimmer beim Arzt könnte man wenigstens alle Zeitschriften lesen, die dort üblicherweise ausliegen. Du traust Dich auch nicht, für längere Zeit den Computer zu verlassen, denn es könnte ja sein, das just in dem Moment dein Impftermin angeboten wird, und wenn Du vom Klo zurück bist, ist er schon wieder vergeben.
Ich wurde dann aber tatsächlich irgendwann automatisch weitergeleitet und durfte angeben, ob ich auch wirklich zu den Impfberechtigten gehöre. Und dann diese hoffnungsvolle Meldung:

Ich habe dann meine Mailadresse und meine Mobilfunknummer eingegeben und schwuppdiwupp bekam ich eine 6-stellige PIN geschickt, die ich in die folgende Maske eingeben musste:

Leider erfolgte trotz korrekter Eingabe der PIN die Meldung „Technischer Fehler“. Gut, das kann ja mal passieren. Bei der Bahn heißt das „betriebsbedingte Störung“. Bevor ich das Programm bitten konnte, mir eine neue SMS mit neuer PIN zu schicken, war das Anfragelimit erreicht, was immer auch das bedeuten mag:

Ich probiere es weiter. Irgendwann, so sagt die Lebenserfahrung, wird es auch für mich einen Impftermin geben. Frau Merkel und Herr Spahn haben es versprochen.
Endlich: Frisöre dürfen öffnen!
Veröffentlicht: 12. Februar 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Corona | Tags: Corona, Frisöre, Impftermin 2 KommentareHeute mal wieder ein Beitrag in eigener Sache: Als jemand, der sich bisher weitgehend klaglos mit dem Corona-Lockdown abgefunden hat (Schlafschaf?), bekenne ich mich dazu, dass ich – wie wohl viele andere Betroffene – dem Öffnen der Frisörsalons in freudiger Erwartung entgegenfiebre! Leider erst am 1. März, also noch drei Wochen bis dahin.


Die Regierung hat es allerdings versäumt, eine Hotline und eine Rangfolge für die Buchung von Frisörterminen einzurichten. Es ist vermutlich leichter, vor dem Sommerferien einen Impftermin zu bekommen. Der Pressesprecher des Zentralverbands für körpernahe Dienstleistungen rät zu folgendem Vorgehen: 116117 wählen und statt eines Impftermins einen Frisörtermin verlangen. Ist ja egal, in welcher Warteschlange man gerade steckt …
Bayern-Funktionäre schwer verärgert
Veröffentlicht: 8. Februar 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Gesellschaft | Tags: Bayern München, Corona, FIFA, Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß 7 KommentareJa, wo samma do? Sollen nun etwa Gesetze und Verordnungen auch für die Kicker von Bayern München gelten? Wo die doch einzig daran interessiert sind, „als deutscher Verein für unser Land“ anzutreten.
Was war passiert? Am Samstag wollten die Bayern vom neuen Berliner Flughafen BER zur Klub-Weltmeisterschaft nach Doha fliegen. Für den BER gilt ab Mitternacht ein fünfstündiges Flugverbot. Die Maschine der Bayern wollte kurz nach Mitternacht starten, bekam aber wegen des Flugverbots keine Starterlaubnis.
„Skandal ohne Ende, Unverschämtheit der Verantwortlichen, Chaos, Schildbürgerstreich“ – empörten sich darob die Bayern-Funktionäre Uli Hoeneß (war da nicht mal was wegen Steuerbetrug?) und Karl-Heinz (Kalle) Rummenigge (vorbestraft wegen Zollvergehen).


Lieber Uli, lieber Kalle, hier ein paar Fragen für Euch zum Ankreuzen:
Welchen Sinn könnte ein nächtliches Flugverbot in einer Millionenstadt haben?
- Willkürliche Schikane der Behörden gegen Fußballmillionäre (= Neid)
- Fliegen ist sowieso Scheiße (CO2 und so)
- Lärmschutz für geplagte Hauptstadtbewohner*innen (Innen, _innen?)
Welchen Sinn hat die FIFA-Klubmeisterschaft in Doha?
- Der deutschen Kultur (= Fußball) weltweite Beachtung verschaffen
- Keinen
- Noch mehr Kohle für die FIFA und ihre korrupten Funktionäre
Warum gelten für die Fußball-Bundesliga die allgemeinen Corona-Einschränkungen nicht?
- Weil die Kicker von Bayern München keine normalen Menschen sind (siehe Beckenbauer = Lichtgestalt!)
- Wegen dem Geld (des Geldes?)
- Weil schlecht frisierte Fußballer keine Vorbilder für unsere Jugend sind
Für den Fall, dass Ihr alle drei Fragen richtig beantwortet habt, verspreche ich Euch, keine weiteren abfälligen Kommentare über Bayern München und die FIFA auf diesem Blog zu veröffentlichen.
2021: Alles wird gut?
Veröffentlicht: 28. Dezember 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Corona, Gesellschaft | Tags: Andreas Scheuer, Björn Höcke, Corona, Donald Trump, Eckart von Hirschhausen, Helene Fischer Hinterlasse einen Kommentar
„Alles wird gut“ – eine gewagte, eine naive, eine utopische Prognose? Natürlich wird nicht alles gut. Man stelle sich nur vor, wenn es doch so käme: Meine Gliederschmerzen – wie weg. Der Bürgerkrieg in Syrien – alle Kriegsparteien legen die Waffen nieder und schließen Frieden. Nie mehr Kindesmissbrauch hier und anderswo. Die Erderwärmung kommt zum Stillstand. Auch die armen Länder bekommen genügend Impfstoff. Helene Fischer bekommt öffentliches Singverbot. Die Todesstrafe wird weltweit abgeschafft. Die Deutsche Bank macht keine kriminellen Geldwäschegeschäfte mehr. Ferkel werden nur noch mit Betäubung kastriert oder am besten gar nicht mehr. Israel und Palästina schließen Frieden und einigen sich auf eine Zwei-Staaten-Lösung. Die LSBTTIQ-Community bekommt ein eigenes Ministerium. US-Polizisten erschießen keine Schwarzen mehr. Der Hund kotzt nicht mehr auf den Teppich. AFD und Bündnis 90/Die Grünen fusionieren zur neuen FUP (Friedens- und Umweltpartei). Eckart von Hirschhausen wird Bundeskanzler. COVID-19 mutiert zu einem harmlosen Grippevirus. Meine Enkeltochter bekommt den heißbegehrten Studienplatz in Wien, ich selbst den Friedensnobelpreis, optional auch den alternativen Friedensnobelpreis. Donald Trump kommt zu Verstand.
Diese Aufzählung ist nur eine persönliche, unvollständige Auswahl. Sie darf von den Leser*innen dieses Blogs gerne im Herzen oder per Kommentar ergänzt werden. Wünschen kann man sich alles. Auch, dass alles gut wird. Aber: Wie bitte soll das gehen? Wer soll am großen Rad drehen und alles gut werden lassen? Wie wär´s mit etwas mehr Realismus und Bescheidenheit und einem „Manches wird gut“? Schließlich könnte es ja auch noch schlimmer kommen – „Alles wird schlechter“. Zum Beispiel: Der Friedensnobelpreis 2021 geht an Donald Trump. Der Hund wird inkontinent. Die AFD gewinnt die Bundestagswahlen, Björn Höcke wird Bundeskanzler. Es wird eine allgemeine Aluhelmpflicht eingeführt. Meine Gliederschmerzen werden schlimmer. Die deutsche Fußballnationalmannschaft verliert gegen die Färöer-Inseln 10:0. Helene Fischer moderiert die Tagesthemen. Klopapier wird rationiert. Daimler, VW, BMW und Porsche fusionieren zu einem Megakonzern unter der Führung von Andreas Scheuer. Es werden noch mehr Porsche Cayenne verkauft. Strom, Benzin, Fleisch und Flugreisen werden teurer. Aber egal. Wir essen mehr Fleisch, fliegen wieder in den Urlaub auf die Malediven und die Aktienkurse steigen. COVID-19 wird vom Menschen auf Microsoft übertragen. Alles wird schlechter.
Also jetzt mal im Ernst: Nicht alles wird plötzlich gut werden. Ob manches gut wird, oder zumindest ein bisschen besser, das liegt nicht nur, aber auch in unserer Hand. Jede/r von uns kann dazu beitragen, dass manches etwas besser wird. Daher schließt dieser Blogbeitrag mit einem optimistischen Blick in das vor uns liegende Jahr. Alles wird gut – dahinter verbirgt sich wohl vor allem der Wunsch, die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Gefährdungen und Einschränkungen unseres Lebens mögen bald vorbei sein. Darauf darf man hoffen, auch wenn es keine Gewissheit gibt. Dann wäre alles andere, was in dieser Welt nicht gut ist, aber weiterhin nicht gut. „Nichts ist gut in Afghanistan“ – mit dieser Feststellung hatte Margot Käsmann in ihrer Neujahrspredigt 2010 einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. „Nichts ist gut“ und „Alles wird gut“ sind in ihrer Absolutheit Zuspitzungen, die weder die Gegenwart noch die Zukunft zutreffend beschreiben.
Dennoch: Eine utopische Haltung im Sinne von „Alles wird gut“ kann ja nicht schaden. Dafür hat auch Adorno plädiert: „Empfindsam bleiben ist eine gleichsam utopische Haltung, die Sinne für ein Glück geschärft zu halten, das nicht kommen wird, jedoch uns in Bereitschaft für es vor den ärgsten Verrohungen schützt“. Gerade in den düstersten Zeiten auf das „Alles wird gut“ zu hoffen ist also nicht naiv. Worauf sonst soll man denn hoffen?
Am 19.12.1944 schrieb Dietrich Bonhoeffer aus der Haft in der Prinz-Albert-Straße in Berlin, wenige Monate vor seiner Hinrichtung durch das NS-Regime, an seine Braut Maria von Wedemeyer „ein paar Verse, die mir in den letzten Abenden einfielen“. Und dann folgen diese tröstlichen Zeilen von den guten Mächten, von denen wir wunderbar geborgen sind und wir getrost erwarten dürfen, was kommen mag.
Erwarten wir also für 2021 getrost, was kommen mag – auch wenn nicht alles gut werden wird.
Impfstoff für Alle – oder doch nicht?
Veröffentlicht: 18. Dezember 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Corona, Internationale Politik | Tags: Antonio Guterres, Bundestag, Corona, Impfstoff Hinterlasse einen Kommentar„Der Corona-Impfstoff muss ein globales öffentliches Gut und für alle Menschen zugänglich und bezahlbar sein“ – das forderte UN-Generalsekretär Antonio Guterres heute im Deutschen Bundestag und fand dafür großen Applaus.
Realität ist: Die EU und die großen Industrienationen haben fast die gesamte Produktion an Impfdosen bis Ende 2021 für sich selbst reserviert. Die Firmen Biontech und Pfizer wollen im kommenden Jahr 1,3 Milliarden Dosen ausliefern. Davon ist fast die Hälfte bereits durch Lieferverträge mit der EU, den USA, Japan, Australien, Großbritannien, Kanada vergeben. Die genannten Länder haben zusätzlich Optionen für 600 Millionen Dosen angemeldet. Da bleibt also für die armen Länder nicht mehr viel übrig.
Guterres hat in seiner Rede auch auf die globale COVAX-Initiative unter der Federführung der WHO hingewiesen. Diese Initiative soll sicherstellen, dass der Corona-Impfstoff weltweit gerecht verteilt wird. Zudem müsste ein Weg gefunden werden, dass die armen Länder den Impfstoff zu einem erschwinglichen Preis bekommen können. Die armen Länder werden die 34 Euro, die die Impfung pro Person kostet, nicht aufbringen können. Deshalb lautet eine Forderung, den Patentschutz für die Impfstoffe aufzuheben.
Das fordert auch Oliver Müller, Leiter von Caritas international in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk.
Schreib mal wieder
Veröffentlicht: 3. Dezember 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Gesellschaft | Tags: Briefeschreiben, Corona Ein KommentarVon der Kunst, die richtige Anrede- und Grußformel in Briefen zu finden
Wie wär´s mal wieder mit Briefeschreiben? So richtig mit Stift und Papier, Umschlag drum, abgeschleckt, zugeklebt, Briefmarke drauf und ab geht die Post? „Schreib mal wieder“ – war vor Jahren mal ein Werbeslogan der Post, und heute findet man diesen Ratschlag unter den vielen Tipps gegen die Corona-Fatigue. Ja warum auch nicht. Aber wie war das noch mal?

Früher war nicht alles besser, aber es gab wenigstens genaue Vorgaben für die korrekte Anrede- und Grußformel im Brief, je nachdem, mit wem man es zu tun hatte und ob es sich um ein offizielles Schreiben oder einen persönlichen Brief handelte. Von Liebesbriefen mal ganz abgesehen. Heute, wo kaum noch Briefe geschrieben werden und Emails verbreitetes Kommunikationsmittel sind, nimmt man das mit der Anrede und der Grußformel lockerer. Trotzdem: Ich bin immer noch irritiert, wenn eine an mich gerichtete Mail einer wildfremden Person beginnt mit „Hallo“ oder „Guten Morgen“. Am Ende steht dann ein vertrauliches „Liebe Grüße“ oder gar nur „LG“. Ich bin dann versucht zu antworten: „Sehr geehrte Frau sowieso: Ich kann mich nicht erinnern, mit Ihnen schon mal die Schweine gehütet zu haben. Mit vorzüglicher Hochachtung“. Tue ich natürlich nicht, denn es würde mich entlarven als hoffnungslos antiquierten, aus der Zeit gefallenen, uncoolen Trottel. Als ich – vor gefühlten hundert Jahren – meine freudlosen Lehrjahre auf dem Amt verbrachte, wurde uns unter anderen lebensnützlichen Dingen auch die korrekte Anrede und Grußformel in behördlichen Briefen beigebracht. „Sehr geehrte Frau Schnickdohle, sehr geehrter Herr Rübenkopf“. War die Frau unverheiratet, musste man sogar „Sehr geehrtes Fräulein Süßholz“ schreiben. Noch in den neunziger Jahren erhielt ich einen empörten Brief an meinen damaligen Arbeitgeber auf den Tisch: „Betreff: Meine Anrede: Mich mit Frau zu betitteln (kein Druckfehler, J.L.) ist eine Lüge, da ich noch ledig bin…“ So war es lange, und damals gab es auch noch kein drittes Geschlecht – das macht die Sache heute sowieso extrem schwierig.
Man kann also bei der Anrede im Brief viel falsch machen. Zum Beispiel bei Angehörigen des Hochadels oder des Klerus. Das immer noch im Gebrauch befindliche, wenn auch leicht angestaubte „Hochwürden“ für einen Pfarrer gerät zunehmend aus der Mode und ist angesichts der Missbrauchsskandale wohl auch nicht in jedem Fall passend. Beim Oberhaupt der Katholiken geht „Hallo Papst“ und „Liebe Grüße“ natürlich nicht. Mit „Heiliger Vater“ ist man auf der sicheren Seite. Einen Kardinal redet man mit „Euer Eminenz“ oder „Herr Kardinal“ an, Bischöfe mit „Euer Exzellenz“. Botschafter sind übrigens auch Exzellenzen, selbst wenn sie ein kriminelles Terrorregime repräsentieren.
Anredungsmäßig richtig heikel wird es beim Hochadel. „Euer Hochwohlgeboren“ kann man heute nicht mehr bringen. Bei „Durchlaucht“ fragen sich Menschen, die nicht regelmäßig das Goldene Blatt lesen, welches Gemüse da wohl Pate gestanden hat? Und wer kennt noch die Abkürzung „S.K.H. = Seine Königliche Hoheit“? Auf diese Anrede für seinen Protektor Prinz Bernhard von Baden möchte der Bund Heimat und Volksleben auch heute, mehr als hundert Jahre nach der Abschaffung der Monarchie, nicht verzichten, und dem Prinz scheint es zu gefallen. „Darf ich es wagen, Eurer Majestät zu Allerhöchst-Deren Geburtsfeste mit untertänigstem Glückwunsche … mich zu nähern?“ – so Cosima v. Bülow 1865 in einem Brief an König Ludwig II. zu dessen 20. Geburtstag. Du meine Güte! Meine persönliche Erinnerung reicht nicht ganz so weit zurück, aber ich hatte noch Briefe in Händen, die mit Floskeln endeten wie: „Ihrer geschätzten Antwort untertänigst entgegensehend, verbleibe ich als Ihr ergebener Speichellecker“.
Das früher gängige „Hochachtungsvoll“ hat inzwischen dem weniger heuchlerischen „Mit freundlichen Grüßen“ Platz gemacht. Beim Umgang mit Freunden und Bekannten darf man auch schreiben: „Herzliche Grüße“, „Viele Grüße“ oder „Schöne Grüße“. „Liebe Grüße“ am Briefende geht eigentlich nur bei sehr vertrauten Personen – meine ich. Was man der/dem Allerliebsten am Ende entgegensülzen möchte, gehört nicht hierher. Und wem das alles zu kompliziert oder zu blöd ist, der oder die soll halt bei den lockeren Grußfloskeln „Hi, Hallo, Guten Morgen“ und „Liebe Grüße“ bleiben. Meinetwegen. Aber bitte in Konrad Dudens Namen wenigstens die Grundregeln der Grammatik und Rechtschreibung beachten und die Kommata nicht wie mit dem Salzstreuer gleichmäßig über den Text verteilen. Merke: „Wir essen jetzt Opa“ – Satzzeichen können Leben retten. „Was willst du schon wieder“ und „Was, willst du schon wieder“ macht halt eben einen feinen Unterschied.
Corona-Demos: Warum ihr nicht das Volk seid
Veröffentlicht: 23. November 2020 Abgelegt unter: Corona, Gesellschaft, Innenpolitik, Neue Rechte | Tags: Corona, Neue Rechte, Querdenker 6 KommentareEine Streitschrift
Wie wird man wohl in zehn oder zwanzig Jahren auf das Jahr 2020 zurückblicken? Die so genannte „zweite Welle“ mit hohen Infektionszahlen bestimmt aktuell unseren Alltag. Um die Pandemie einzudämmen, haben Bund und Länder Maßnahmen beschlossen, die wie schon im Frühjahr mit erheblichen Einschränkungen für das öffentliche und private Leben verbunden sind (Maskenpflicht, Hygienevorschriften, Quarantäneanordnungen, Besuchsbeschränkungen, Schließung von Hotels und Gaststätten, Theatern, Kinos …). Konzerte können nicht stattfinden, Weihnachtsmärkte und Karneval sind abgesagt. Hochzeiten, Beerdigungen und Kindtaufen dürfen nur mit wenigen Personen stattfinden. Großeltern trauen sich nicht, ihre Enkel zu besuchen und umgekehrt. Profifußball findet ohne Zuschauer statt, Gottesdienste ohne Singen. Für manche Betroffene wie z.B. Kulturschaffende oder Gastronomen ist dieser zweite Lockdown eine Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert die verordneten Maßnahmen, wenn auch unter Murren und Zähneknirschen. Es wird aber auch zunehmend Kritik laut. Die politisch Verantwortlichen müssen sich vorwerfen lassen, die Sommermonate ungenutzt gelassen zu haben, obwohl Fachleute die zweite Welle für den Herbst bereits im April/Mai prognostiziert hatten.
Nicht alle sind bereit, die Einschränkungen der persönlichen Freiheiten hinzunehmen. Es formiert sich Widerstand. Auf Demonstrationen, zu denen Organisationen wie „Querdenker711“ und andere Akteure aufrufen, trifft sich ein buntes Spektrum von Protestlern. Mit dem Schlachtruf „Wir sind das Volk“ inszenieren sie sich als Opfer einer angeblichen „Coronadiktatur“, die die Grundrechte und das Grundgesetz als Ganzes außer Kraft setzen will. Es fehlt an Vertrauen in die Politik, ebenso an eine unabhängige mediale Berichterstattung. Verschwörungsmythen, die es nicht erst seit der Pandemie gibt, verbreiten sich noch schneller als das Virus und werden, egal wie absurd sie auch sein mögen, unhinterfragt geglaubt. Überall werden finstere Mächte vermutet, die unser Leben mehr und mehr durchdringen und beherrschen. Man munkelt vom großen Bevölkerungsaustausch und vom „Deep State“, der im Hintergrund die Fäden zieht und die Coronakrise nutzt, um die Entmündigung der Bürger und die totale Kontrolle über unser Gemeinwesen voranzutreiben. Die Protestierer fühlen sich als „Widerständler“ und „Freiheitskämpfer“ gegen ein Unrechtsregime, vergleichen sich mit der Bürgerrechtsbewegung der DDR und instrumentalisieren Zeichen und Sprache der Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung oder des Widerstands gegen die Notstandsgesetze für ihre Zwecke.
Ich möchte hier einige der zentralen Aussagen, Haltungen und Attitüden der „Querdenker“ und ihrer Anhängerschaft unter die Lupe nehmen.
Wir sind das Volk? Nein, das seid ihr nicht. Ihr seid eine Minderheit, die sich bei Demonstrationen lautstark bemerkbar macht, aber ihr repräsentiert nicht das Volk – was auch immer ihr damit meint. Ihr seid Menschen, die aus unterschiedlichen Motiven und Beweggründen demonstrieren. Dass ihr das dürft, zeigt alleine schon, wie absurd eure Behauptung von der angeblichen Coronadiktatur ist. „Wir sind das Volk“ hatte bei der DDR-Bürgerrechtsbewegung 1989 seinen Platz. Der spätere Missbrauch durch Pegida bei den Montagsdemos in Dresden sollte Euch eigentlich Grund sein, diesen Schlachtruf nicht zu gebrauchen. Es sei denn, ihr fühlt Euch den Pegida-Anhängern geistig verbunden?
Toxische Allianzen
Ihr nehmt für euch in Anspruch, friedlich demonstrierende, um die Demokratie besorgte Bürgerinnen und Bürgern zu sein, die von Behörden und Polizei mit schikanösen Auflagen (Abstand, Maskenpflicht usw.) und „mit Waffengewalt“ am Demonstrieren gehindert werden.
Dass viele von euch besorgte Bürgerinnen und Bürger sind, soll hier nicht bestritten werden. Aber warum marschiert ihr im Schulterschluss mit Neonazis, Imfgegnern aus der Esoterikszene, fundamentalistischen Christen, militanten Tierschützer, Reichsbürgern, gewaltbereiten Wehrsportgruppen, Hooligans, AfD-Funktionären, völkischen Antisemiten, verschwörungsgläubigen Rechtspopulisten, weißen Supremisten und Vertretern der Neuen Rechten? Die Corona-Pandemie ist für die Neue Rechte willkommener Anlass, die angestrebte „kulturelle Hegemonie“ in Deutschland voranzutreiben. Dafür versuchen die verschiedenen Thinktanks, Publikationen, Vordenker der Neuen Rechten den politischen Diskurs mit ihren teilweise kruden, antisemitischen, demokratiefeindlichen Thesen zu dominieren. Und für diese Kräfte seid ihr willkommenes Instrument, um die angebliche Harmlosigkeit und Friedfertigkeit des Corona-Protests zu beweisen. Wo bleibt die Abgrenzung bei euren Demos von rechten Gruppierungen? Ist es nicht in Wahrheit so, dass ihr mehr gemeinsames als trennendes Gedankengut habt?
Lektüreempfehlung
Christian Fuchs / Paul Middelhoff: Das Netzwerk der neuen Rechten. Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern. Reinbek b. Hamburg 2019 (Rowohlt Verlag)
auch lesenswert: Neue Rechte – Rassismus – Diskursverschiebungen – Gewalt: Was passiert gerade in unserem Land und was bedeutet dies für die politische Bildung? Stellungnahme der Zentralen für politische Bildung
Querdenken 711 behauptet auf seiner Website: „Rechtsextremes, linksextremes, faschistisches, menschenverachtendes Gedankengut hat in unserer Bewegung keinen Platz. Gleiches gilt für jede Art von Gewalt.“ Gleichzeitig wird Ken Jebsen, einer der übelsten Hetzer und Verschwörungstheoretiker, mit seiner Seite KenFM prominiert auf der Seite platziert.
Friedliche Demonstrationen werden mit Polizeigewalt aufgelöst: Die Bilder scheinen Euch recht zu geben: Mit Wasserwerfern hat die Polizei am 18.11.2020 eure Demonstration am Brandenburger Tor aufgelöst (oder es zumindest versucht). Das wiederum dient euch als Beleg für die These, die Grundrechte seien längst außer Kraft gesetzt – quod erat demonstrandum. Dass Auflagen ignoriert wurden (Abstand, Maskenpflicht), dass aus der Demonstration heraus Gewaltaktionen erfolgten, dass AfD-Abgeordnete Störer in den Reichstag einschleusten, lasst ihr als Gründe für das Vorgehen der Polizei nicht gelten. Ihr nehmt für euch in Anspruch, euch über geltendes Recht hinwegzusetzen.
(Anmerkung J.L.: Dass ich einmal Polizeieinsätze gegen Demonstranten rechtfertige, habe ich mir auch nicht träumen lassen…)
Ihr haltet Euch für aufrechte Widerstandskämpfer: Euer „Widerstandsgehabe“ ist geradezu peinlich. Es ist aber auch eine Verhöhnung von Menschen, die tatsächlich in einer Diktatur leben und die ihr Leben riskieren, wenn sie für ihre Forderungen auf die Straße gehen – siehe Belarus. Ihr schämt euch nicht einmal, euch in eine Reihe mit Menschen wie Dietrich Bonhoeffer, Sophie Scholl oder Martin Luther King zu stellen.
Um Demokratie und bürgerliche Freiheiten besorgte Bürger*innen? Ok, da können die meisten von uns sich anschließen. Tatsächlich ist Wachsamkeit gegenüber Macht- und Herrschaftsstrukturen geboten, auch solchen mit demokratischer Legitimation. Das System der Gewaltenteilung und die Kontrolle der Regierung durch das Parlament, wie wir es in Deutschland haben – eine Lehre aus dem NS-Regime – funktioniert – wenn auch nicht ohne Konflikte und Brüche.
„Ermächtigungsgesetz“ vom Bundestag beschlossen: Die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag am vergangenen Mittwoch habt Ihr mit dem Ermächtigungsgesetz Hitlers von 1933 verglichen. Abgesehen von diesem unsäglichen und dümmlichen historischen Vergleich: Warum sollte der Bundestag ein Gesetz beschließen, das ihn entmachtet? Ja, es gibt berechtigte Kritik sowohl am Inhalt als auch am Verfahren. Wenn ihr Euch die Mühe machen würdet, die Bundestagsdebatte vom 18.11.2020 dazu anzuhören, dann würdet ihr vielleicht zu einem differenzierten Urteil kommen, aber Komplexität und differenziertes Argumentieren ist nicht eure Sache, oder? Der FDP-Abgeordnete Marco Buschmann sagte z.B. in der Debatte: „Das Gesetz, das die GroKo vorlegt, ist schlecht, aber es errichtet keine Diktatur!“
Lügenpresse? Ihr schreit es hinaus und glaubt es wohl auch: Es gibt keine freie Medienberichterstattung in Deutschland. Die Presse ist gleichgeschaltet, es gibt ein Schweigekartell in den „Mainstreammedien“. Bilder und Berichte, die nicht ins „westliche Narrativ“ passen, werden nicht gebracht. Mit Verlaub und in Kurzversion: Das ist Bullshit. Wer es genauer wissen will, den verweise ich auf meinen ausführlichen Blogbeitrag vom 22.08.2020: „Lügenpresse“ oder: Wie (un)abhängig sind unsere Medien?“. Über das Buch von Thor Kunkel: Das Wörterbuch der Lügenpresse, erschienen im Kopp-Verlag (in dem auch Eva Herman publiziert) schreibt Hagen Eichberger auf der Internetseite des Arcadi-Magazins (sic): „Medien quellen über von Worthülsen, Begriffsumdeutungen, halbwahren Floskeln, wohlfeilen Mustersätzen, linguistischen Simplifizierungen, Kampfbegriffen und ewig gleichen linkspädagogischen Argumentationsmustern, die das Denken der Menschen normieren, ja ausschalten sollen.“ (Hervorhebung J.L.)
Meine abschließende Bitte an alle, die das Denken durch den Konsum der gleichgeschalteten Mainstreammedien oder Chemtrails noch nicht ausgeschaltet haben: Lasst euch nicht hinter die Fichte führen!!!
1,3 Millionen bei Anti-Corona-Demo in Berlin
Veröffentlicht: 2. August 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Corona, Gesellschaft | Tags: Corona, Impfgegner, Pandemie Ein KommentarLiebe Anti-Corona-Demonstranten von Berlin:
So so, 1,3 Millionen ward Ihr. Wahnsinn. Die Lügenpresse hat das natürlich mal wieder verschwiegen und nur von 20.000 Teilnehmern, höchsten 25.000, berichtet. Eine Corona-Pandemie gibt es nicht, habt Ihr gesagt. Und gerufen: Weg mit der Maske, wir sind das Volk, Lügenpresse, haut ab. Hat mich irgendwie an die Pegida-Demos in Dresden erinnert. Aber dafür könnt Ihr ja nix, wenn sich Neonazis, Reichsbürger, Verschwörungsgläubige und Islamhasser an Eurer Demo beteiligen.
Ihr seid die Querdenker, die Verteidiger der Demokratie und der Freiheit und wir sind die Deppen, die sich einen Maulkorb/Mundschutz verordnen lassen (der ja auch gar nicht schützt) und die das Denken abstellen. Super finde ich auch den Vergleich Eurer Demo mit dem Arbeiteraufstand in der DDR von 1953.
Geht es auch eine Nummer kleiner? Natürlich dürft Ihr für Eure Meinungen, egal wie abstrus und abgedreht sie sind, demonstrieren. Wehe aber, jemand ist anderer Meinung, da hört es schnell auf mit der Freiheit. 1,3 Millionen selbsternannte Widerstandskämpfer auf der Straße des 17. Juni! Habt Ihr eigentlich alle ein Morbus Bahlsen (vulgo: einen an der Waffel)?
Fakten interessieren Euch natürlich nicht. Aktuell haben sich 18 Mio. Menschen weltweit mit dem Virus infiziert, 685.000 sind ihm zum Opfer gefallen, davon allein 155.000 in den USA und 94.000 in Brasilien. Aber das sind ja alles Fake-News. Und die Erde ist eine Scheibe. Ich lege jetzt meinen Mundschutz ab, aber nur, um zu kotzen.
