Arbeitgeber zittern vor der grün-sozialistischen Ökodiktatur

Vorbemerkung: Dies ist der 100. Beitrag auf diesem Blog. Eigentlich wäre jetzt mal eine Pause fällig. Man möchte seine Abonnent*innen ja nicht alle drei Tage mit einem Blogbeitrag nerven. Aber es kochen gerade so viele brandheiße Themen hoch, dass es schwerfällt, für eine Weile die Klappe zu halten. Ich habe schweren Herzens darauf verzichtet, der grundstürzenden dpa-Meldung, dass Reiner Haseloff zu Hause mithilft und auch schon mal den Müll runterträgt, ein paar respektvolle und achtsame Zeilen zu widmen. Aber da kommt nun die Schmutzkampagne der Arbeitgeberverbände gegen Annalena Baerbock aufs Tableau, und das kann an dieser Stelle nicht unkommentiert bleiben.

Was ist passiert? Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), eine von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanzierte Lobbyorganisation, die zum Beispiel gegen das Lieferkettengesetz wettert und auch schon mal kritische Journalisten bedroht, hat in diesen Tagen in mehreren überregionalen Zeitungen eine Anzeige geschaltet: „Warum uns grüne Verbote nicht ins gelobte Land führen“.

Diese Anzeige erschien am 11. Juni 2021 in den überregionalen Zeitungen FAZ, Süddeutsche, Tagesspiegel und Handelsblatt sowie in ZEIT online.

Annalena als Moses mit den zehn Geboten? Das böte jede Menge Stoff für satirische Kommentierungen, wäre da nicht die böswillige Verbreitung von Fake und die Bedienung antisemitischer Stereotype.  „Du darfst nicht schöner wohnen“, „Du darfst nicht fliegen“ und andere angebliche Verbote werden der grünen Kanzlerkandidaten und ihrer Partei unter das Mosesgewand geschoben. Dass die vermeintlichen Verbote gar nicht stimmen, scheint die Verantwortlichen der Anzeige nicht zu stören. „Wir brauchen keine Staatsreligion“ meint die INSM. Stimmt. Wir brauchen auch keine Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die einen solchen Bullshit verbreitet und mit einer Schmutzkampagne den Wahlkampf eröffnet. Wenn dieser Schuss mal nicht nach hinten losgeht. Die Arbeitgeberverbände, die die Initiative finanzieren, haben sich inzwischen von der Anzeige distanziert.


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One Comment on “Arbeitgeber zittern vor der grün-sozialistischen Ökodiktatur”

  1. Avatar von mhmedia mhmedia sagt:

    Die müssen ganz schön die Hosen voll haben, wenn die so einen Mist veröffentlichen.


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