FIFA-Boss Infantino: Von Gefühlen überwältigt
Veröffentlicht: 23. November 2022 Abgelegt unter: Boulevard, Internationale Politik, Sport | Tags: FIFA, Fußballweltmeisterschaft, Gianni Infantino 2 KommentareDer Weltfußballverband FIFA mit Sitz in der Schweiz ist eine Non-Profit-Organisation. Also, äh, gemeinnützig, gewissermaßen. Er wird geführt von einem kahlköpfigen Mann namens Gianni Infantino. Infantino ist zwar korrupt, aber der Mann hat auch Gefühle. Er kennt sich bestens aus mit Diskriminierung, Unterdrückung und sone Sachen. Hat er bei der Eröffnung der WM in Katar ausgeplaudert. Auch, wie es sich anfühlt, schwul zu sein oder arabisch oder behindert – ist ja alles irgendwie ähnlich. Er hat das selbst erlebt, als Kind (schluchz, schnief) – Infantino halt, nomen est omen. Er wurde diskriminiert und gemobbt wegen seiner roten Haare, sagt er. Damit kann man ihm jetzt nicht mehr kommen.
Jetzt ist er so reich und mächtig, dass er jeden noch so großen Bullshit erzählen kann, ohne dass ihm einer was kann. Bei einer Pressekonferenz anlässlich der WM-Eröffnung sagte er: „Heute fühle ich sehr starke Gefühle, heute fühle ich mich als Katarer, heute fühle ich mich als Araber, heute fühle ich mich afrikanisch. Heute fühle ich mich homosexuell. Heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Arbeitsmigrant.“ So hat eben jeder seine Gefühle. Auch der Emir Tamim bin Hamad al-Thami, der oberste Scharfrichter von Katar, hat Gefühle. Wenn er ständig Todesurteile unterschreiben muss, dann geht ihm das sicher sehr nahe. Vielleicht wurde er auch als Kind gemobbt? Zu früh vom Töpfchen gezerrt? Irgendwas muss da gewesen sein.
Ach so, noch etwas: Die FIFA hat zuletzt 4,7 Mrd. Euro Gewinn erwirtschaftet. Da kann man schon mal in Tränen ausbrechen.
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So ganz weit weg von Axel Hacke bin ich da nicht 😉
https://bullauge-blog.de/2022/11/25/blumenkohl-zum-boykott/
Wie schrieb Axel Hacke in der Süddeutschen Zeitung am Freitag: „„Ich empöre mich nicht. Ich boykottiere das auch nicht, ein lächerlich großes Wort. Ich schaue einfach nicht zu. Es ist Unlust. Tiefe Gleichgültigkeit.“