Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland: Ein Anfang ist gemacht

Mein Blogbeitrag „Königreich Deutschland? Warum wir die Monarchie brauchen“ vom 12. Juni hat offenbar große Verunsicherungen bei meiner geneigneten Leser*innenschaft ausgelöst. Meint er das ernst oder will er uns wieder mal nur veräppeln?

Hier sind wohl einige Klarstellungen vonnöten. Dazu möge man zunächst dem im Zusammenhang mit dem erwähnten Blogbeitrag veröffentlichten Foto nähere Aufmerksamkeit schenken:

Hat man etwa je anlässlich eines runden Geburtstags des deutschen Bundespräsidenten so eine Fülle ungesunder, Brechreiz auslösender Speisen gesehen? Kann man sich eine Torte wie die abgebildete mit Symbolen deutscher Kultur, Wirtschaftskraft, Stadtbussen und Telefonzellen vorstellen? Never ever. Allein damit ließe sich schon die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland rechtfertigen.

Die Mimik des britischen Thronfolgerpaares spricht ebenfalls Bände. Vom Modemagazin „Vogue“ wissen wir ja zuverlässig, dass bei Herzogin Camilla und Prinz Charles „manchmal die Fetzen fliegen“. Hier dürfen wir folgenden Dialog vermuten: (Camilla zu Charles) „Du wirst doch nicht etwa etwas von diesem Haufen Scheiße (bunch of shit) essen wollen?“ (Charles zu Camilla) „Sweetheart, es ist unsere fucking royale Pflicht, von allem etwas zu kosten und entzückt „very delicious“ auszurufen – wann begreifst Du das endlich, Milli!“ (Anmerkung: Der Herr am linken Bildrand von der Zeitschrift „Das Goldene Blatt“ hat alles mitgehört).

Vielleicht war es auch ganz anders. Egal. Fakt ist: Wir brauchen etwas Vergleichbares in Deutschland, um die Menschen zu begeistern und von unseren internen Problemchen abzulenken (Armut, Wohnungslosigkeit, Kindesmissbrauch, Rechtsradikalismus, Corona, usw.). Als weitere Begründung, warum wir in Deutschland einen königlichen Hof brauchen, kann ich nur erneut auf meine überaus fundierten Ausführungen im Blogbeitrag vom 12. Juni verweisen. Im Übrigen werden meine Überlegungen zur Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland von prominenter Seite geteilt.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis

So etwa von Ihrer Durchlaucht Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

Im Zusammenhang mit dem 70. Thronjubiläum der britischen Königin hat sie in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung bedauert, dass in Deutschland Monarchie und Adel abgeschafft wurden. Dies sei „ein Verlust“ für das Land, denn eine Monarchie „bringt Geld“, sei „echt“ und „sehr glamourös“. Recht hat die Frau.

Und noch eine starke Stimme sei hier erwähnt: Der Verein „Tradition und Leben“, der für Deutschland eine parlamentarische Monarchie anstrebt. „Wir setzen der Demokratie die Krone auf“, lautet deren offizieller Wahlspruch. Daneben gibt es auch noch die „Monarchiefreunde“.

Es ist also keineswegs so, dass meine Petition zur Wiedereinführung der Monarchie bei change.org nicht einflussreiche Unterstützer hätte. Selbst in meinem privaten Bekanntenkreis gibt es überzeugte Anhänger*innen der Monarchie, was mich gar nicht überrascht. Bereits 13 – in Worten „dreizehn“ – Menschen haben die Petition unterzeichnet. Da ist natürlich noch Luft nach oben. Das nächste Ziel sind 100 Unterschriften. Sei dabei!