SUVler aller Länder, vereinigt Euch!
Veröffentlicht: 13. August 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Gesellschaft, Wirtschaft | Tags: Afghanistan, Eskapismus, Klimawandel, Peace Enforcement, Penisneid, SUV Hinterlasse einen KommentarDie Deutschen kaufen wieder mehr SUVs. Darauf hatten wir bereits in unserem Blogbeitrag „Umweltkatastrophe: Die Stunde der Heuchler“ vom 17. Juli 2021 hingewiesen. Heute wollen wir mal nicht, wie es in linksversifften ökosozialistischen Kreisen üblich ist, die Besitzer von SUVs in die Moralpfanne hauen. Mitnichten. Auch SUV-Fahrer*innen sind Menschen, die unseren Respekt verdienen. Ein SUV, ein Sport Utility Vehicle, ist ja eigentlich ein Geländewagen. Im Stadtverkehr und auf Autobahnen also unbedingt zu empfehlen. Dieser Fahrzeugtyp wird bevorzugt von älteren Männern gefahren. Doch auch Frauen scheinen daran Gefallen zu finden. Solche „Hausfrauenpanzer“ oder „Muttipanzer“ werden vermehrt beim Absetzen des Nachwuchses vor Kita und Schule beobachtet.
Warum kaufen vollausgewachsene und intelligente Menschen solche panzerähnlichen PS-Kanonen? Bei Wikipedia können wir lesen, dass „ein gewisses Überlegenheitsgefühl“ sowie „Schutzbedürftigkeit“ als Motive eine Rolle spielen. Schutzbedürftig! Wie herzig! Manche SUV-Fahrer, so die Forscher, versuchen auch, sich mit den „meist überdurchschnittlich großen und häufig auch aggressiv designten Fahrzeugen in der immer rauer gewordenen Verkehrsumwelt Respekt zu verschaffen“. Das passt schon eher. Wenn dir beim Überholen auf der Autobahn mit deinem popeligen 45-PS-Kleinwagen ein von hinten mit höchster Geschwindigkeit heranbrausender SUV Respekt fordert, dann solltest du dich ganz schnell wieder auf die rechte Spur verkrümeln, wo dein Platz ist. Auf Parkplätzen und in Tiefgaragen verschaffen sich die SUVs Respekt, indem sie mehr als einen Platz belegen. Wikipedia behauptet auch, das SUV sei das „Fahrzeug des Eskapismus“ (schon wieder ein neues Fremdwort, das wir, nachdem wir es im Brockhaus (sic!) nachgeschlagen haben, gerne in unseren Angeberwortschatz aufnehmen) – also Flucht vor der Realität in eine Scheinwelt.
Psychologen wollen herausgefunden haben, dass es, was die Vorliebe der Männer für SUVs anbetrifft, einen Zusammenhang zwischen nachlassender sexueller Potenz und Vorliebe für PS-starke dicke Schlitten gebe. Diese sexualpsychologische Erklärung erscheint mir etwas zu simpel. Zumal diese These bei Frauen als Käuferinnen nicht greift, es sei denn, man bemüht den freudschen Penisneid als tiefenpsychologisches Erklärungsmuster. Ich habe meine eigene Theorie, warum sich Menschen so ein protzigfettes Teil – in der Schweiz auch als Goldküstenpanzer verhöhnt – zulegen. Es handelt sich offensichtlich um die Verarbeitung eines schweren frühkindlichen Traumas, nämlich das Trauma einer bobbycarlosen Kindheit. Wir wissen, dass die frühkindliche Phase entscheidend für die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung des Kindes ist. Wer eine Kindheit ohne Bobbycar durchleben musste – was für die Älteren unter uns der Normalfall gewesen sein dürfte – konnte keine emotionale Bindung zu jeder Art von Fortbewegung auf vier Rädern entwickeln. Genauso wichtig für die Entwicklung des Kindes wie die ersten Bindungen sind die späteren Ablösungsprozesse, die in der Regel während der Pubertät stattfinden. Wo aber keine Bobbycar-Bindung entstehen konnte, da fehlt auch der entsprechende Ablösungsprozess. Der SUV-Fahrer, die SUV-Fahrerin muss diesen pubertinösen Entwicklungssprung nachholen – so isses nämlich! Schutzbedüftig und zu früh vom Töpfchen gezerrt!
Wie man die Zunahme der SUVs auf deutschen Straßen in konstruktive Bahnen lenken kann, auch darüber habe ich mir meine eigenen Gedanken gemacht. Zwangsenteignungen helfen ja auch nicht weiter. Wie wäre es, wenn man alle SUVs mit einer auf dem Autodach verschraubten 60mm-Schnellfeuerkanone ausstattet – die sind meines Wissens in den USA in jedem Baumarkt erhältlich? Die für die Steuerung der Kanone erforderliche App lässt sich sicher auf dem Smartphone installieren. Damit würde der SUV dann wirklich zum Panzer. Einsatzgebiete gäbe es genug: Zum Beispiel aktuell Afghanistan, wo wir mit einer Armee an bewaffneten SUVs die Taliban in ihre Höhlen zurücktreiben könnten!! Das wäre doch eine coole Sache. António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, wäre sicher begeistert. Eine neue UN-Strategie zum Peace Enforcement (Friedenserzwingung) nicht nur für Afghanistan, sondern auch für Syrien, den Jemen, Äthiopien, Großbritannien, die Westsahara, usw.
SUVler aller Länder, vereinigt Euch!
