Keine Sklaven gesehen: Franz Beckenbauer ist tot.

De mortius nihil nisi bene: Schaun mer mal. Die Medien triefen vor überschwänglichen Nachrufen auf den gestern verstorbenen Beckenbauer. Ein Highlight: Das Tagesthemen-Interview mit Markus Hörwick, ehemaliger Kommunikationsdirektor des FC Bayern München („Seine Menschlichkeit war unglaublich“).

Der Heiligsprechung dürfte nichts mehr im Wege stehen. Die Fußballnation, die FIFA-Mafia, die geldgierigen Funktionäre des FC Bayern München, die Ölscheichs um den Persischen Golf, der Verband russischer Gasproduzenten – sie alle trauern um Franz Beckenbauer. Der Kaiser, die Lichtgestalt, der begnadete Ball- und Schmiergeldjongleur, Lieblingspromi der Bildzeitung, ist tot. Man wird ihm wohl ein Denkmal setzen müssen. Schließlich rechnen wir ihm sein ehremamtliches Engagement im Organisationskomitee für die WM 2006 hoch an, für das er nur eine bescheidene Aufwandsentschädigung von 5,5 Millionen Euro erhalten hat. Mein Vorschlag für die Inschrift auf dem Denkmalsockel: „Hier stehe ich und kann mich nicht an schwarze Kassen erinnern. Und in Qatar habe ich nicht einen einzigen Sklaven gesehen“.


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2 Comments on “Keine Sklaven gesehen: Franz Beckenbauer ist tot.”

  1. polemisch? Ja. Überflüssig? Vielleicht.

  2. Avatar von Unbekannt Anonym sagt:

    Polemisch, überflüssig.


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