Betreutes Wählen Teil II: Wer wird Germany´s next Kanzler?

Für alle, die immer noch nicht wissen, wen oder was sie wählen sollen: Die letzte Phase des Wahlkampfs beschert dem Wahlvolk ab heute Abend fast täglich weitere Fernsehduelle der BewerberInnen um den Chefposten der Republik. Auch wenn diese nicht direkt gewählt werden, so stehen sie doch für die inhaltliche Ausrichtung der jeweiligen Parteien. Was uns erwartet:

Wer nicht genügend Durchhaltevermögen hat, unter Schlafentzug leidet und nicht genug Bier und Chips gebunkert hat, wird es schwer haben, die Woche unbeschadet durchzustehen. Man kann sich die ganzen Fernsehdebatten mit den immer gleichen Gesichtern und Argumenten allerdings auch sparen und einfach unserer Empfehlung im Rahmen des „Betreuten Wählens“, unserem Angebot der Woche für Unentschlossene, folgen. Wir haben die Spitzenkandidaten völlig neutral und unparteiisch auf Herz und Nieren geprüft und kommen zu folgendem Ergebnis:

Robert Habeck, Bündnis 90 / Die Grünen

Unser Topfavorit. Schriftsteller, Philosoph, Kriegsdienstverweigerer, Vizekanzler und Liebling der Frauen. Seriöses Privatleben, nix abgekupfert bei der Doktorarbeit, geht regelmäßig joggen. Kann Fehler zugeben. Das „Heizungsgesetz“ ist besser als sein Ruf. Er kann Kanzler. Deshalb am 23. Februar: Grün wählen!

Olaf Scholz, SPD:

Drei Jahre Kanzlerschaft sind genug. In der SPD nicht unumstritten. Hat viel politische Erfahrung, aber Erinnerungslücken. Anflüge von Größenwahn: Hält sich für den Einzigen, der die Regierung kompetent führen kann. Kommt nicht so gut rüber mit seiner verdrucksten Mimik. Sein Markenzeichen: Speckige Aktentasche.

Friedrich Merz, CDU:

Geht gar nicht. Möchtegern-Kanzler, hat keinerlei Erfahrung in politischer Verantwortung. Erzählt gern Tünkram über Geflüchtete und hält sein Wort nicht. Steht für eine inhumane Migrationspolitik und findet dafür Unterstützung bei der AfD. Will zurück zur Atomkraft und in die fossile Steinzeit. Reist gerne im Privatflugzeug. Leider hat er die besten Chancen, Kanzler zu werden. Verhindern könnte das wohl nur noch eine seiner üblichen verbalen Entgleisungen oder eine linke Koalition von SPD, Grünen und Linken.

Alice Weidel, AfD:

Hat keine Chancen, Kanzlerin zu werden und das ist auch gut so. Sie wäre in dem Job eine  krasse Fehlbesetzung. Tritt gerne mit hochgestelltem Kragen und Einstecktuch auf. Maßregelt Journalisten („sie framen mich“), lächelt gekünstelt, hält Hitler für einen Linken und ist Fan von Elon Musk, Trump und Putin. Schert sich nicht um Fakten, pöbelt gegen Ausländer und verwickelt sich in Widersprüche. Alice: Vergiss es!


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