Drohnen über Flughäfen: Steckt die Neue Generation dahinter?

Die Letzte Generation, die jetzt Neue Generation heißt, veranstaltet vom 3. bis 12. Oktober Revodays, also Revolutionstage. Wie die sich das vorstellen, kann man auf ihrer Internetseite sehen, nämlich etwa so:

Ist doch süß, oder?

Als Altachtundsechziger und alter Zausel will ich mich aber nicht über die jungen Leute lustig machen. Den Anliegen und Zielen der Neuen Generation gilt meine vollumfängliche Sympathie: Vertrauen in das Gute im Menschen, starke Demokratie, Gewaltfreiheit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Versöhnung, strukturelle Gewalt erkennen und überwinden – lauter Sachen, gegen die man nicht wirklich etwas einwenden könnte.  

Zweifel habe ich, ob die Aktionsformen der Klimaaktivist:innen geeignet sind, das kapitalistische System aus den Angeln zu heben. In Berlin wurden Farbbeutel gegen eine Teslafiliale geworfen und die Luft aus den Reifen von Teslas rausgelassen. Das hat der Revolution noch nicht den richtigen Schub verliehen – ebenso wenig wie der Versuch, die Auslieferung der Bildzeitung zu verhindern. Selbiges ist schon 1968 der APO (für Angehörige der Generation Z: Außerparlamentarische Opposition, nicht zu verwechseln mit der Versandapotheke! ) nicht gelungen, die in Berlin nach dem Attentat auf Rudi das Springerhochhaus stürmen wollte. Darum heißen die angrenzenden Straßen heute Rudi-Dutschke- und Axel-Springer-Straße.

„Was kannst du gegen die Klimakatastrophe tun?“ heißt es auf der Internetseite der Klimaaktivist:innen. Auf der Straße festkleben ist out und macht schlechte Laune bei rabiaten Autofahrern. Versuche, durch Blockade von Landebahnen den Flugbetrieb zu stören, wurden schnell unterbunden. Wer die Kabel der Bahn durchgesäbelt hat und den Bahnverkehr zeitweise zum Erliegen brachte, ist noch nicht raus und als Aktion irgendwie doof. Gestern (6. Oktober) haben Mitglieder der Neuen Generation versucht, in die CDU-Parteizentrale in Berlin einzudringen und sich an der Büste von Konrad Adenauer festzukleben. Das hat Carsten Linnemann als schwer kriminell gegeißelt und die harte Hand des Rechtsstaats angekündigt.

Und nun die Geschichte mit den Drohnen über Flughäfen und kritischer Infrastruktur. Dahinter sollen ja die Russen stecken. Ganz sicher kann man da aber nicht sein. Könnte das nicht eine originelle Sabotageaktion der Neuen Generation sein?

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Wir wollen aber keineswegs die Neue Generation auf dumme Gedanken bringen. Da werden die jungen Leute schon selber drauf kommen.

Viva la Revolución!


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