Der tiefe Fall des Pater Weerenfried van Straaten: Schwere Vorwürfe gegen den „Speckpater“
Veröffentlicht: 11. Februar 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Gesellschaft | Tags: Kirche in Not, Weerenfried van Straaten Hinterlasse einen KommentarWeerenfried van Straaten, der Pater aus Belgien, strammer Antikommunist und Gründer des Hilfswerks „Ostpriesterhilfe“, später umbenannt in „Kirche in Not“, wurde schon zu Lebzeiten in rechtskatholischen Kreisen wie ein Heiliger verehrt. Von deutscher Seite bemühte man sich um eine Seligsprechung des populären Paters, der auch unter dem Namen „Speckpater“ bekannt ist. Seit seinem Tod 2003 wurde jedes Jahr im Kölner Dom ein Gedenkgottesdienst zu seinen Ehren zelebriert, eine von Kardinal Meisner eingeführte Tradition. Doch nun wurde die für dieses Jahr geplante Zeremonie plötzlich abgesagt, angeblich wegen Corona. Der wahre Grund: Es gibt schwere Vorwürfe gegen den Pater. Darüber berichtet die ZEIT-Beilage „Christ & Welt“ in ihrer Ausgabe vom 11.02.2021 unter der Überschrift „Gut und Böse“.

Wie die Autoren schreiben, sind die Vorwürfe im Vatikan seit längerem bekannt, wurden aber unter Verschluss gehalten. 2010 habe Weihbischof Grothe nach einer Visitation beim Hilfswerk Kirche in Not in einem Brief an Kardinal Mauro Piacenza im Vatikan über seine Erkenntnisse zu Pater van Straaten folgendes geschrieben: »Es handelt sich um einen Versuch der sexuellen Vergewaltigung, um Maßlosigkeiten in der Lebensführung, um erhebliche Defizite in der Personalführung sowie um Anfälligkeiten für faschistoide Ideen.« In seiner Antwort hat der Kardinal aus Rom den deutschen Weihbischof um Vertraulichkeit und Geheimhaltung gebeten. Man wusste also in Rom Bescheid über die Verfehlungen des Paters.
Das Hilfswerk hat die Vorwürfe im Großen und Ganzen eingeräumt. Zu dem Artikel in „Christ & Welt“ wird ausführlich Stellung genommen: Erklärung des Internationalen Hilfswerkes Aid to the Church in Need (ACN) zum Artikel „Gut und Böse“ in der ZEIT-Beilage „Christ&Welt“ am 10.02.2021
