Von Wegwählern und Wechselwählern

Zum definitiv letzten oder vielleicht auch doch nicht allerletzten Mal äußern wir uns hier zu den Präsidentschaftswahlen in den USA. Festzuhalten bleibt: Unserer Aufforderung vom 28. Oktober „Vote him away“ haben 74 Mio. US-Amerikaner Folge geleistet! Wow! Soviel Aufmerksamkeit für unseren Blog hat uns selbst überrascht! Allerdings rechnen auch wir nun mit Klagen aus dem Umfeld von Trump wegen unzulässiger Beeinflussung des Wahlergebnisses aus dem Ausland. Spenden, um unsere Anwälte zu bezahlen, nehmen wir ab sofort entgegen (nur in bar, bitte!).  

Nun, nachdem die Wahl in den USA entschieden ist, wollen wir unseren Blick wieder auf unser eigenes Land lenken. Am 14. März 2021 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Aus diesen Grund soll unser

Ratgeber für unentschlossene Wählerinnen und Wähler (Teil II)

hier fortgesetzt werden. Wohlgemerkt: Es geht nicht um Wahlempfehlungen, sondern lediglich um unparteiliche politische Aufklärung für unentschlossene Wähler*Innen (WählerInnen? Wähler_innen?). Auch die kleinen exotischen Parteien verdienen es, zur Kenntnis genommen zu werden.

In der ersten Folge dieses Ratgebers vom 26.09.2020 hatten wir die Parteien „Die Violetten – Für spirituelle Politik“, „Menschliche Welt – für das Wohl und Glücksichsein aller“, „ARMINIUS – Bund des deutschen Volkes“ und „Die Rechte“ vorgestellt.

Heute nun ein Griff in die Klamottenkiste der Geschichte:

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) ist nach ihren eigenen Worten „die radikal linke und revolutionäre Alternative zu allen anderen politischen Kräften in der deutschen Parteienlandschaft. Sie tritt für den echten Sozialismus ein“. Wem der „echte Sozialismus“ zu schwammig ist, der oder die könnte bei der Konkurrenz, der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), fündig werden:

Die ist nämlich die „Partei der Arbeiterklasse und Partei des wissenschaftlichen Sozialismus“, und außerdem gegen die Macht der Banken und Konzerne (da bin ich ganz bei ihnen …).

Eine besonders schillernde Gruppierung ist Die PARTEI (für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – so der volle Name).

Die schlägt zum Beispiel vor, um die fruchtlose Debatte zum „Gender Pay Gap“ in Führungsriegen zu beenden, Managergehälter zukünftig an die BH-Größe zu koppeln. Außerdem fordert die PARTEI, dass von deutschen Gerichten die Rechtfertigung „Es war Putin“ auch bei Mietrückständen, Zugverspätungen, Auffahrunfällen, schadhaften Handy-Displays etc. als schuldbefreiend anerkannt wird. Wir empfehlen unbedingt einen Blick in das durchaus kreative Wahlprogramm.

Laut Wahlumfragen liegen die Grünen mit 34 Prozent vorne, gefolgt von der CDU mit 29 Prozent –

wenn sie nicht noch von der V-Partei hoch 3 – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer – überholt werden. Es wird spannend.


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2 Comments on “Von Wegwählern und Wechselwählern”

  1. Avatar von seestern12 seestern12 sagt:

    Die OB Wahl in Stuttgart hat gezeigt, dass es einen Wechsel geben wird und das stimmt Kretschmann für die Landtagswahlen nächstes Jahr nicht gerade positiv. Ich hoffe, dass mein Wunschkandidat der neue Oberbürgermeister werden wird. Einen OB wie Michael Ballweg kann und will ich mir nicht vorstellen. Die V Partei hoch 3 klingt interessant aber ich fürchte, dass sie die 5% nicht knacken werden.
    Alles Gute nachträglich zum Geburtstag.

  2. Avatar von Gernot Ritthaler Gernot Ritthaler sagt:

    Wie aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle zu erfahren ist, hat der unausgewogene, polemische und angreifbare, aber prinzipienstarke und sehr lustige Blogger Jürgen L. heute Geburtstag. Er hat es sich an seinem Jubeltag nicht nehmen lassen zu vermelden, dass sich Donald Trump im Weißen Haus verbarrikadiert hat, nachdem 74 Mio. US-Amerikaner Liesers Abwahl-Aufruf Folge geleistet hatten. Nur wenige wissen, dass Jürgen L. vor Jahren schon im Verbund mit der VENRO-Kampftruppe den Landsermützenträger Dirk Niebel mit beharrlicher Anti-Bundeswehr-Lobbyarbeit und prinzipienfester humanitärer Rhetorik erst aus Afghanistan und dann in den vorgezogenen Ruhestand getrieben hat. Insofern war Donald Trump nun eine Fingerübung für ihn. Wie zu hören ist, hat Lieser bereits wieder sein Trainingscamp in der Wittnauer Lokalpolitik bezogen, um sich auf seinen nächsten Coup vorzubereiten. Who is next? Wir bleiben dran und halten Sie auf dem Laufenden.


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