Unser Wohlstand wird auch im Indopazifik verteidigt

Wer es bisher noch nicht wusste: Auch im „Indopazifik geht es um unsere Werte und Interessen“. Um das zu untermauern, schicken wir ein Kriegsschiff, die Fregatte Bayern, in die Region. Die Fahrt ist, so Verteidigungsministerin Annegret Krampf-Knarrenbauer, ein „Zeichen für Stabilität, Wohlstand und eine regelbasierte, multilaterale Ordnung“. Da werden die Bewohner*innen von Papua Neuguinea, Kiribati, Nauru und Fidschi schwer beeindruckt sein und sich sofort daran machen, in ihren verlotterten Gesellschaften für Stabilität, Ordnung und Wohlstand zu sorgen. 

Außerdem soll den Chinesen der militärische Stinkefinger gezeigt werden, im offiziellen Politsprech den „chinesischen Machtansprüchen in der Region etwas entgegensetzen“. Also Außenpolitik mit Kanonenbooten? Hatten wir das nicht schon mal?

Wer genau wissen will, welche Werte und Interessen die Bayern transportiert, findet eine Auflistung auf der Seite: https://schiffsverfolgung.de/fregatte-bayern/ unter dem Menüpunkt „Bewaffnung“, z.B. zwei Leichgewichtstorpedos, zwei Revolverkanonen und noch mehr son Zeugs. Die werden gebraucht wegen der freien Seewege, den Lieferketten und dem Multilateralismus. Unsere Freiheit hatten wir ja zuletzt, wir erinnern uns, am Hindukusch verteidigt. Mit mäßigem Erfolg, wie man dieser Tage feststellen kann.


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