Jugend an die Waffen?

Neuer Freiwilligendienst für die Bundeswehr

Unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“ will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer einen neuen Freiwilligendienst einführen. Damit sollen zunächst 1.000 Männer und Frauen „für den Heimatschutz“ gewonnen werden. Wer 17 Jahre alt ist, kann sich bewerben.

Quelle: Bundesverteidigungsministerium

Ach Annegret! Komm, geh fort! möchte man mit Gerd Dudenhöffer in ihren Twitteraccount seufzen. Für ihren Namen, die größte phonetische Zumutung seit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in einem bundesdeutschen Ministeramt, kann sie ja nichts. Und ihre saarländisch-trierisch gefärbte Sprachmelodie verleiht ihren Statements jenseits aller Inhalte eine besondere Note („Von Zeit zu Zeit hör ich die Alte gern…“).

Aber ein glückliches Händchen kann man AKK nicht bescheinigen. CDU-Vorsitzende darf sie nicht bleiben, Kanzlerin kann sie nicht mehr werden, und ihre Versuche, Bundeswehr und Verteidigungsministerium von Misswirtschaft, Rechtsradikalismus und Beratermauscheleien zu entrümpeln, bleiben Stückwerk. Warum, oh heiliges Kanonenrohr, jetzt dieses bemühte Heimatschutz-Freiwilligen-Dein-Jahr-für-Deutschland-Trallala? Als wenn es nicht genügend Angebote für junge Menschen gäbe, sich für diese Gesellschaft zu engagieren. Die Verteidigungsministerin ist auf dem besten Wege, dem Verkehrsminister Andreas Scheuer, bisher unangefochtener Spitzenreiter in Sachen Pleiten, Pech und Peinlichkeiten, den Rang ablaufen.

Siehe dazu auch auf diesem Blog: „Atomwaffen: Wirksamer Schutz oder zunehmende Bedrohung“ vom 8. Mai 2020