Keine Ausgangssperre für den Klimawandel

Wozu die Politik fähig ist, wenn es wirklich ernst wird, sehen wir in diesen Tagen. Warum ist das beim Klimawandel bisher nicht möglich? Was notwendig wäre, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden und die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, ist bekannt. Was die Bundesregierung mit ihrem sogenannten Klimapaket vom September 2019 beschlossen hat, ist lächerlich wenig und nicht geeignet, die Versprechen einzulösen, die Deutschland beim UN-Klimagipfel von Paris 2015 gemacht hat. Deshalb müssen wir selbst aktiv werden und den Druck auf die Politik erhöhen. „Fridays for Future“ hat uns gezeigt, wie das gehen kann. Den Slogan der Jugend: „Wir sind jung, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ können wir ja altersgemäß abwandeln: „Wir sind alt, wir sind leise, wir finden Klimawandel auch nicht so gut“.

Im Ernst: Die Lobbyarbeit zugunsten einer besseren Klimaschutzpolitik muss weitergehen und darf wegen Corona jetzt nicht nachlassen. Dafür bieten sich die Bundestagswahlen im nächsten Jahr an. Die Kampagne „GermanZero“ hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Klimaplan und die notwendigen Gesetzesentwürfe zu erarbeiten: „Tausende von Bürgerinnen und Bürgern sollen mit diesem Gesetz unsere Demokratie von unten beleben und das Paket 2022 in den Bundestag einbringen.“ Mehr zu GermanZero und den Zielen findet Ihr hier. Die Zeit, die uns bleibt, um die Wahlen im Sinne einer wirksamen Klimapolitik zu beeinflussen, ist nicht unbegrenzt; wenn die Wahlen erst einmal gelaufen und die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen sind, ist es zu spät.

Aus einem Vortrag von H. Stößenreuther, Vorstand GermanZero e.V., am 15.02.2020 in Freiburg

Deshalb lade ich dazu ein, diese Kampagne zu unterstützen. Auf der Website von GermanZero kann man sich zum Mitmachen eintragen und auch dafür spenden. Und wenn Ihr noch nicht überzeugt seid, dann schaut Euch mal dieses Video (3 Min.) an.

Wenn uns Corona schon zwingt, untätig zuhause rumzusitzen und unsere sozialen Aktivitäten einzuschränken, dann können wir trotzdem auf diesem Wege politisch aktiv werden!