Harry Styles und der weibliche Orgasmus
Veröffentlicht: 10. Juli 2022 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Gesellschaft | Tags: Geschlechterbinarität, Harry Style, Popstar, Queerness, toxische Männlichkeit Hinterlasse einen KommentarHarry Styles? Wer jetzt „nie gehört“ brummt, gehört wohl zu der Generation, die noch bei Rex Gildo, Peter Kraus oder den Beatles aus dem Häuschen geriet. Wer aber wie ich regelmäßig die Bravo liest und deshalb auf der Höhe der Zeit ist und die aktuellsten Trends der Popkultur verfolgt, weiß, dass Harry Styles der erste „Megapopstar der Achtsamkeit und Queerness“ und gleichzeitig der „berühmteste nicht toxische Mann auf der Welt“ ist. Das jedenfalls berichtet ZEIT ONLINE dieser Tage. Was Achtsamkeit ist – besser bekannt als Awareness -, wissen wir natürlich. Und auch Wokeness und Queerness haben wir schon in unseren Wortschatz aufgenommen. Bei Loch Ness und Loneliness handelt es sich um andere gesellschaftliche Phänomene. Vertreter*innen der Queerness, also Leute wie Harry Styles, lehnen das „Dogma der Geschlechterbinarität“ ab und verurteilen die vorherrschende – Achtung Zungenbrecher! – Cisgender Heteronormativität als Ausdruck von „Unterdrückungs- und Machtverhältnissen der gesellschaftlichen, insbesondere geschlechtlichen und sexuellen Ordnung“. Das liegt ja völlig auf der Hand. Warum aber ist Harry Styles der neue Teen-Megastar? Nur, weil er irgendwie gegen die Geschlechterbinarität ist und von einer „anderen, nicht toxischen Männlichkeit“ singt? Das hat doch schon Herbert Grönemeyer mit seinem „Wann ist ein Mann ein Mann“ abgearbeitet: „Männer weinen heimlich und sind so verletzlich“.
Vielleicht liegt es daran, dass zentrales Thema der Songs von Harry Styles, wie er selbst erklärte, der weibliche Orgasmus ist. Darauf lassen entsprechend anzügliche Texte in seinen Lieder schließen, wie zum Beispiel in seinem Hit „Watermelon Sugar“, wo er davon singt, „wie schön es ist, mit der Zunge in dem feuchten Fruchtfleisch herumzuschlabbern. Das hat man als Allegorie für Cunnilingus interpretiert“ meint die ZEIT. Den Mann muss man sich also merken. Er weiß offensichtlich, worauf es im Leben ankommt. Und gegen sein T-Shirt mit dem Slogan „Treat People with Kindness“ kann man nun wirklich nichts einwenden.
Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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