Anatidaephobie oder die Angst, schon wieder über die C-Krise zu schreiben
Veröffentlicht: 17. April 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Gesellschaft | Tags: Corona 2 KommentareSeit Tagen zerbreche ich mir den Kopf darüber, welches Thema für einen Blogbeitrag geeignet wäre, ohne dass es am Ende doch wieder um Corona geht. Flüchtlingslager in Griechenland? Heikel. Gehälter von Profifußballern? Die spenden doch gerade zehn Prozent ihres Gehalts für Coronahilfen, oder? Respekt. Wohnungslose vor dem Supermarkt? Mein nächster Friseurbesuch? Alles zu verfänglich. Vielleicht etwas über Angststörungen? Davon verstehe ich zwar nichts, aber es gibt so schöne Wörter: Acrophobie (Höhenangst), Aerophobie (Flugangst), Arachnophobie (Angst vor Spinnen) und – meine Favoriten – Anatidaephobie und Arachibutyrophobie. Bevor man jetzt Google bemüht: das eine ist die Angst, dass einen irgendwo irgendwie eine Ente beobachtet, und das noch komplizierter Auszusprechende meint die Angst, dass einem die Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt. Gibt´s wirklich. Vielleicht gibt es demnächst auch die Angst, dass einem der Mundschutz…
Haaaalt! Kommando zurück! Themenwechsel. Habt Ihr den Film mit Angela Merkel „Die Getriebenen“ diese Woche im Fernsehen gesehen? Richtig spannend. Kann man jetzt noch in der ARD-Mediathek anschauen. Lohnt sich, echt jetzt. Jetzt wissen wir, dass Frau Merkel beim Frühstück lieber die untere Hälfte vom Brötchen mag. Und dass sie auch mal „Scheiße“ sagt. Warum auch nicht. Aber das hat sich die Regie vielleicht nur ausgedacht. Und wie der Seehofer und der Söder sich anpampen! Herrlich! Na ja, ob´s genauso gewesen ist, wissen wir nicht. Aber sicher so ähnlich. Bei dem Film geht es um die Monate im Sommer 2015, als sich die Flüchtlingskrise zuspitzte und Merkel die Flüchtlinge nach Deutschland reingelassen hat. „2015 darf sich nicht wiederholen“ hört man seitdem immer wieder. Davon sind wir ja heute wirklich weit entfernt. Die Grenzen sind dicht, Schengen ist außer Kraft gesetzt, die Flüchtlinge sollen mal gefälligst in der Türkei und in Griechenland bleiben, wir haben gerade andere Probleme …
Mist, schon wieder. Letzter Versuch. Anatidaephobie ist eine eher harmlose Störung. Soll die Ente doch beobachten wen oder was sie will. Ausplaudern kann sie ja nichts. Sorge bereitet mir allerdings, es könnte mich ein Nachbar beobachten und mich wegen meiner Skatrunde bei den Behörden denunzieren (Vicinoscustotibusphobie) …Corona ist einfach überall. Vielleicht sollte ich nicht zwanghaft dem Thema Corona ausweichen wollen. Sonst kann es passieren, man landet im Krankenhaus für Väter, deren Kinder auf die Ritzen im Gehweg traten…

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Lieber Christian, auf das Angebot, beim Skat einzuspringen, komme ich gerne zurück. Kannst schon mal den Termin Freitagabend im Sportlerheim Wittnau vormerken (Gasthaus Burgblick). Wenn es dann wieder öffnen darf…
Sehr, sehr gelungen! Falls mal einer Deiner Skatfreunde ausfällt, lass es mich wissen. Ich springe ein und wir lassen uns fortan gemeinsam denunzieren, Andernfalls könnte ich die boardgamearena.com empfehlen. Ganz ohne Denunziantentum könnt Ihr dann auch digital miteinander Skat spielen. Aber sicher gibts auch für die Digitalisierungsphobie einen schönen Fachausdruck.