Söder für mehr Klimaschutz. Oder: Wie viel Scheinheiligkeit verträgt die Politik?

Das Hochwasser steigt, es gibt schwere Schäden, sogar Tote. Die Innenstadt von Passau steht komplett unter Wasser. In vielen Kommunen in Bayern und Baden-Württemberg ist Land unter. Derweil verkündet der bayerische Ministerpräsident Söder: „Wir müssen den Klimaschutz voranbringen.“ Das wäre eigentlich eine totale Lachnummer, aber bei Hochwasserkatastrophen sollte man besser nicht lachen, wenn man gewählt werden will, der im Ahrtal gelacht habende Armin Laschet gemahnt uns dieses. Mehr Engagement für den Klimaschutz fordert auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angesichts der aktuellen Überschwemmungen. Ok, der kann das fordern, er muss es ja nicht umsetzen. Fehlt nur noch, dass die FDP und ihr Verkehrtminister Wissing verstärkte Anstrengungen für den Klimaschutz fordern.

Gleichzeitig erfahren wir, dass der Klima-Expertenrat der Bundesregierung (!) davon ausgeht, dass das für 2030 gesteckte Klimaziel Deutschlands verfehlt wird. Damit widerspricht er den Prognosen von Wirtschaftsminister Habeck.

Immanuel Kant hätte an dieser Stelle gefragt: Was sollen wir tun? Ich sag´s Euch: Geht am Sonntag zur Wahl und wählt die Partei(en), die nicht nur hohle Phrasen dreschen, sondern wirklich etwas für den Klimaschutz tun. Welche Parteien das sind, müsst Ihr schon selber rausfinden. „Sapere aude“ – für Nichtlateiner: Lasst Euch nicht verarschen!


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