Maulkorb für zivilgesellschaftliche Organisationen? Viktor Orbán lässt grüßen
Veröffentlicht: 26. Februar 2025 Abgelegt unter: Demokratie, Gesellschaft, Innenpolitik, Spenden Ein KommentarDass Regierungen unbequeme zivilgesellschaftliche Organisationen zum Schweigen bringen wollen, kennt man von autoritären Regimen. Nun fordert die Union von der Bundesregierung Auskunft über die staatliche Förderung von Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), denen sie eine Parteinahme unterstellt und deren Gemeinnützigkeit überprüft werden soll. Gemeint sind – welch ein Zufall – just solche NGOs, die im Wahlkampf gegen die Politik der CDU/CSU protestiert haben, wie etwa die Deutsche Umwelthilfe, die Omas gegen rechts, die Amadeo Antonio Stiftung, Campact oder Greenpeace. Solche Einschüchterungsversuche sind nicht neu. So wurde 2019 dem Verein Attac die Gemeinnützigkeit entzogen, wenig später verlor auch die Organisation Campact ihren gemeinnützigen Status (weshalb ich sie durch Spenden unterstützt habe). Auf diese Weise wird politisch unbequemen Organisationen die Arbeit erschwert, indem man ihnen die finanzielle Grundlage entzieht.
Die CDU/CSU rechtfertigt ihre Anfrage damit, dass ihrer Meinung nach „öffentlich gefördertes Engagement nicht zu parteipolitischen Zwecken eingesetzt werden (darf)“. Das ist schon allein deshalb falsch, weil ja die politischen Stiftungen der Parteien aus öffentlichen Steuergeldern gefördert werden. Und es zeigt ein äußerst fragwürdiges Verständnis von Demokratie, wenn zivilgesellschaftliche Kontrolle staatlichen Handelns mundtot gemacht werden soll. Wie anfangs erwähnt, ist es kein Zufall, dass autoritäre Regime auf diese Weise versuchen, kritische Opposition auszuschalten. Beim Vorgehen gegen kritische NGOs (und vielleicht auch bald gegen kritische Medienberichterstattung?) darf sich die Union jedenfalls der Unterstützung der AfD sicher sein.
Bild: Carlotta Steinkamp
Geldvermögen der Deutschen steigt 2023 weiter
Veröffentlicht: 19. April 2024 Abgelegt unter: Allgemein, Gesellschaft, Spenden, Wirtschaft | Tags: Geldvermögen 2 KommentareHeute müssen wir mal wieder gegen die Reichen pesten. Liebe Leute: Geht Euch das allgemeine Gejammer über den Wohlstandsverlust auch so granatenmäßig (für diese unpassende Wortwahl entschuldige ich mich auf der Stelle, darauf hat mich mein Sensitivity-Reader gerade hingewiesen!) – so unfassbar auf die Nerven? Im Jahr 2023 ist das Geldvermögen der Deutschen um 6,6 Prozent gestiegen. Die privaten Haushalte verfügen über ein Geldvermögen von 7.716 Milliarden Euro. Das macht – bei 41,3 Millionen Haushalten – im Durchschnitt pro Haushalt 187.000 Euro. Krass, oder? Da sind nicht mal Immobilien oder sonstige Sachwerte mitgerechnet, sondern nur Bargeld und Bankguthaben, Wertpapiere und Ansprüche gegenüber Versicherungen. Demnach müssten die fünf Haushalte meiner engeren Familie (mein eigener und die meiner Kinder und Enkel) knapp eine Million Euro Barvermögen besitzen. Wer zum Teufel, frage ich mich, hat unser Geld???
Damit wären wir bei der Frage der Verteilung. Die ist – Überraschung! – nicht gerecht. Die Statistik wird halt versaut von so Leuten wie Klaus-Michael Kühne (38,1 Mrd. USD), Dieter Schwarz (37,8 Mrd. USD) oder Susanne Klatten, stinkreiche BMW-Erbin, mit einem Vermögen von 26,1 Milliarden USD (wobei die erwähnten Herren und Damen die Kohle vermutlich nicht im Nachtisch rumliegen haben). Die oben zitierten Zahlen beziehen sich ja „nur“ auf das Barvermögen der deutschen Haushalte.
Dass sich an dieser ungleichen Verteilung von Vermögen und Einkommen nichts ändert, dafür sorgt verlässlich unsere Fortschrittsdämpfungspartei FDP. Von wem diese Partei die meisten Spenden bekommt? Mit dieser unbeantworteten Frage entlasse ich meine Leserinnen und Leser ins Wochenende.
Ukrainekrieg: So helfen Sie richtig!
Veröffentlicht: 26. Februar 2023 Abgelegt unter: Bundeswehr, Internationale Politik, Krieg, Rüstung, Spenden | Tags: Deutscher Bundeswehrverband, Spenden, Ukrainekrieg Hinterlasse einen KommentarWas hilft der Ukraine mehr: Waffen oder humanitäre Hilfe? Oder Beides? Hilfsorganisationen wie Caritas international rufen zu Spenden auf, um den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine zu helfen (siehe https://www.caritas-international.de/home/home)
Die Bundesregierung hat bisher noch nicht zu Spenden aufgerufen, um Panzer und anderes militärisches Gerät für die Ukraine zu finanzieren. Kommt vielleicht noch. Man kann an den Deutschen Bundeswehrverband spenden, aber das ist dann für irgendwelchen Sozialklimbim und nicht für militärisches Gerät.

Wen beide Alternativen – Spenden an humanitäre Hilfsorganisationen oder an den Bundeswehrverband – nicht überzeugen, für den gibt es noch eine ganz originelle Option: Artilleriegeschosse, die für russische Ziele bestimmt sind, gegen eine Spende mit persönlichen Grußbotschaften zu versehen. Das geht über die Internetseite https://signmyrocket.com/. Dort heißt es: „You have a chance to send a greeting to orcs with your text written on an artillery shell. You will receive a photo a signed shell with your ordered text. Or you can even sign a M777 howitzer“. Für eine persönliche Grußbotschaft auf dem Haubitzengeschoss M777 muss man allerdings schon mindestens 200 Dollar hinblättern. Dafür kann man dann zum Beispiel auf ein solches Geschoss schreiben lassen: „Liebe Grüße aus dem Schwarzwald“, „Fuck you Putin“ oder „Schwerter zu Pflugscharen“ – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Schade nur, dass die von den Geschossen Getroffenen die Botschaften gar nicht mehr lesen und sich dafür bedanken können!
Denne wos guet geit: Wann werden die Reichen endlich zur Kasse gebeten?
Veröffentlicht: 10. September 2022 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Gesellschaft, Innenpolitik, Spenden, Wirtschaft Ein KommentarIn meinem letzten Beitrag ging´s ums Umverteilen. Zwar nur im Kleinen, aber immerhin. Heute hauen wir mal richtig in die Sahne und knöpfen uns Deutschlands Superreiche vor (alle zitierten Quellen am Ende des Beitrags). Oder, um es etwas sozialverträglicher zu formulieren: Sollten Menschen mit großen Vermögen ihren Reichtum teilen und damit etwas zur Armutsbekämpfung beitragen? Die „Sozialpflichtigkeit des Eigentums“ ist ja schließlich schon in unserem Grundgesetz Art. 14, Abs. 2 formuliert. Die Frage beschäftigt die Menschheit schon seit der Antike. Ich möchte mich in diesem Beitrag auf zweifache Weise damit auseinandersetzen – kompliziert und einfach.
Die einfache Version hat der Schweizer Liedermacher Manni Matter so besungen:
Aber klar, die Sache ist etwas komplexer. Deshalb hier die zweite Variante, wie man sich dem Thema nähern kann.
Vorweg eine Frage
Hallo Herr Kühne: Was machen Sie mit Ihrem Vermögen von jetzt 34,2 Mrd. Euro? Stimmt es, dass es 2020 noch 13 Mrd. Euro waren – dann hätten Sie ja in nur zwei Jahren Ihr Vermögen fast verdreifacht (1)? Sicher werden Sie bald Dieter Schwarz (Lidl), der mit 43,2 Mrd. Euro noch der reichste Deutsche ist, überholen. Und was ist mit Ihnen, Frau Klatten (BMW): Was machen Sie mit Ihren 22,3 Mrd. Euro? Vielleicht sind es aber auch nur 21,9 Mrd. (2)? Kriegen Sie die zu Lebzeiten noch auf den Kopf gehauen? So viel können Sie ja nun auch nicht für die „Pflege der politischen Landschaft“ spenden, oder? Wir kommen noch darauf zurück.
Die fetten Jahre sind vorbei
Ein Gespenst geht um in Europa: Die Angst vor dem Wohlstandsverlust. Das hat bei Menschen, die arm sind oder an der Armutsgrenze leben und die demnächst ihre Strom- oder Gasrechnung nicht mehr bezahlen können, ein anderes Gewicht als bei der „breiten Mitte unserer Gesellschaft“ (FDP-Jargon), die vielleicht nur noch zweimal im Jahr Urlaub machen kann, das neue iPhone14 nicht in die (Schulanfänger-) Tüte kommt und der Pool im Garten nicht mehr beheizt werden darf. In Deutschland gelten 16 Prozent der Menschen als arm oder armutsgefährdet (= Jahreseinkommen bis 14.000 €), bei Kinder liegt die Quote um die 20 Prozent. Fünf Millionen Menschen beziehen Leistungen nach SGB II (449 € im Monat). Wer mit so wenig über die Runden kommen muss, darf zu recht Angst vor dem Winter mit steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen haben. Das gilt noch viel mehr für die Menschen im globalen Süden, deren Armut sich durch die steigenden Nahrungsmittelpreise und die Verknappung dramatisch verschärft. In den riesigen Flüchtlingslagern Kenias Kakuma und Dadaab, in denen jeweils 200.000 Menschen leben, müssen die UN-Organisationen aus Geldmangel und wegen gestiegener Nahrungsmittelpreise die Lebensmittelrationen um die Hälfte kürzen (3).
Seien wir ehrlich: Für die meisten von uns wäre eine Einschränkung des gewohnten Lebensstandards verkraftbar, wenn nicht sogar ein Gewinn an Lebensqualität, vom Schutz des Klimas und der Umwelt ganz zu schweigen. (siehe dazu mein Beitrag: Warum verzichten kein Verzicht sein muss).
Die Grenzen des Wachstums: War da nicht was?
Nun wissen wir seit mindestens 50 Jahren, dass eine auf immer weiteres Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsform unsere Umwelt zerstört und keine nachhaltige und global gerechte Zukunftsgestaltung ermöglicht. „Anders leben damit andere überleben“ war 1976 das Motto der Misereor-Fastenaktion – kann man eigentlich auch heute, 46 Jahre später, nur unterstreichen. Dazu wäre freilich eine radikale Änderung unserer Lebensweise und Wirtschaftsform nötig. Bemühungen um nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften und eine gerechtere Gestaltung der globalen Wirtschaftsbeziehungen bleiben Stückwerk. Es könnte aber sein, dass die Entwicklung nicht mehr auf die Einsicht der Weltgemeinschaft wartet, sondern wir brutal mit der Realität konfrontiert werden, nämlich dass „das Erfolgsmodell der wachstumsorientierten Globalisierung, wie wir sie kennen, … an ihr Ende gekommen“ ist, wie es Wolfgang Kessler feststellt. Er fordert, „Krisengewinner stärker zu besteuern, um Krisenverlierer zu entlasten“, und er verlangt Mut von der Politik, „die Macht der Mächtigen und das Vermögen der Vermögenden einzuschränken, um die Schwächeren zu stärken“ (4). Der neue Bericht vom Club of Rome kommt zu der gleichen Erkenntnis: „Wir werden die Welt nicht retten, wenn nicht die reichsten zehn Prozent die Rechnung bezahlen.“ sagt Jorgen Randers, einer der Autoren der Studie (5).
Liebe Superreiche: Wir müssen reden
Das führt uns zurück auf die anfangs erwähnte Susanne Klatten, eine der Erbinnen der Quandt-Dynastie. Zur Erinnerung: Mehr als 50.000 Zwangsarbeiter arbeiteten im Dritten Reich in den Werken des Günther Quandt und bildeten damit die Grundlage für den exorbitanten Reichtum der Quandts und ihrer Erben. Das zu großen Teilen unrechtmäßig erworbene Vermögen durften die Quandts nach dem Krieg behalten. Dagegen waren sie bei der Entschädigung der Zwangsarbeiter recht knausrig: „Nach langwierigen internationalen Verhandlungen wurde am 12. August 2000 durch ein Bundesgesetz die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) gegründet. Deutsche Unternehmen beteiligten sich mit rund fünf Milliarden DM an dem 10-Milliarden-DM-Fonds zur Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeiter und anderer NS-Opfer sowie zur Einrichtung eines speziellen Fonds „Erinnerung und Zukunft“. Nach Feststellung der „Rechtssicherheit“ durch den Bundestag am 30. Mai 2001 konnten die Auszahlungen beginnen. Zwischen 2001 und 2007 erhielten die Überlebenden eine einmalige Zahlung zwischen 500 und 7.700 Euro. (6)“
Und was ist mit den Oetker-Erben? Ähnlich wie der Puddingpapst Oetker, der Kriegsgewinnler Flick und andere Großindustrielle wurden sie unter den Nazis reich, indem sie großzügig an die NSDAP spendeten und sich auf diese Weise staatliche Großaufträge sicherten. „Im Fall der Oetkers, deren Reichtum heute auf zehn Milliarden Euro geschätzt wird, „passte kein Blatt Papier“ zwischen den Unternehmensgründer und das NS-Regime, wie der Historiker Andreas Wirsching schreibt“. Das Erfolgsrezept: Mit großzügigen Spenden an die NSDAP sicherte sich der Konzern Aufträge des Staates (7).“
Die Flicks – sowohl Friedrich Karl aus auch sein Vater Friedrich weigerten sich, eine Entschädigung an die Zwangsarbeiter des Flick-Konzerns im Zweiten Weltkrieg zu leisten. Stattdessen wurden ihm beim Verkauf seines Daimler-Benz-Aktionspakets an die Deutsche Bank die Steuern für den erzielten Gewinn erlassen. Mit umfangreichen Parteispenden hatte Flick „die Bonner Landschaft gepflegt“.
Auf weitere Beispiele von exorbitantem Reichtum will ich hier verzichten. Nicht alle Reichen haben ihr Vermögen aufgrund von Zwangsarbeit, Steuerhinterziehung und Korruption vermehrt. In der Regel sind es Unternehmer wie Klaus-Michael Kühne (Logistik), Dieter Schwarz (Lidl), der Schraubenkönig Reinhold Würth oder neuerdings Biontech-Chef Ugur Sahin, die durch eine erfolgreiche Unternehmenspolitik reich geworden sind.
Aber die Reichen tun doch auch viel Gutes
Das sagen meine Freundinnen und Freunde, wenn ich mal wieder die Umverteilungskeule auspacke: Sie schaffen Arbeitsplätze, sie fördern regionale Projekte, sie spenden an gemeinnützige Organisationen, sie investieren ihr Geld in umweltfreundliche Unternehmen, usw. Ob die Motive für solches Handeln eher altruistischer oder egoistischer Natur sind, sei mal dahingestellt: Wenn das im Ergebnis dazu führt, dass etwas mehr Gerechtigkeit hergestellt wird, gut so. Es löst allerdings nicht die strukturellen Ursachen gesellschaftlicher und weltweiter Ungleichheit. Und es bleibt eine moralische Frage, wenn der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Schraubenkönig Würth seine Luxusjacht „Vibrant Curiousity“ just zu einer Zeit kauft, wo er seine 5000 Beschäftigten in Kurzarbeit schickt und ihnen das Gehalt kürzt.
Sollte man also, so wäre am Ende zu fragen, darauf warten, bis die Reichen freiwillig etwas von ihrem Vermögen für soziale Zwecke abgeben, oder sie endlich zur Kasse bitten – zu deutsch: Teile ihres Vermögens beschlagnahmen, um damit die zu unterstützen, die auf Hilfen dringend angewiesen sind?
Quellen
(1) https://www.stern.de/wirtschaft/forbes-liste-2022–das-sind-die-30-reichsten-deutschen-31775842.html
(2) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/162320/umfrage/die-reichsten-deutschen/
(3) Bettina Rühl: Kollateraler Hunger. Wie der Krieg in der Ukraine das Leben Hunderttausender Menschen in Kenias Flüchtlingslagern zusätzlich erschwert; in: Publik Forum Nr. 17, September 2022, S. 20 ff.
(4) Wolfgang Kessler: Globalisierung gerechter gestalten. In: Publik-Forum Nr. 16/2022, S. 13
(5) Earth for All. Ein Survivalguide für unseren Planeten. Oekom Verlag 2022
(7) ttps://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/583/deutschlands-gefaehrlichste-clans-8217.html
Ich bin reich! Wurde auch langsam Zeit.
Veröffentlicht: 25. Juli 2021 Abgelegt unter: Allgemein, Boulevard, Spenden, Wirtschaft | Tags: Millionenerbe, Spammails Ein KommentarIch kann ab sofort über die unglaubliche Summe von rund sieben Millionen Euro verfügen! Wahnsinn!! Ich weiß gar nicht, was ich mit der Kohle anfangen soll. Die Abonnenten meines Blogs können sich ab sofort bei mir melden, wenn sie Geld brauchen. Wer jetzt vermutet, dass ich krumme Dinger gedreht, meine Bitcoins verkauft oder meine Jahresprovision als Berater der Caritas bekommen habe, der/die irrt. Den plötzlichen Reichtum habe ich einem Zusammentreffen mehrerer glücklicher Umstände zu verdanken. Bisher verlief mein Leben, rein ökonomisch betrachtet, unspektakulär. Als Arbeiterkind in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen aufgewachsen zu sein, gehört ja heute schon zum Standard einer jeden Aufsteigerbiografie. Inzwischen habe ich es zu mäßigem Wohlstand gebracht. Die Rente ist ausreichend, die Wohnung abgezahlt, die Ersparnisse erlauben großzügig zu sein beim Spenden, das Klavier reparieren zu lassen oder die Enkel bei der Ausbildung zu unterstützen.
Und nun der Hammer: Ich bekomme unverhofft und unverdient ein Wahnsinnserbe!! Was sage ich, eins, nein gleich mehrere!!! Heute schrieb mir Rechtsanwalt George Mike: „Sie erben die Summe von (8,5 Millionen US-Dollar) Dollar, die mein Mandant vor seinem Tod auf der Bank hinterließ. Mein Mandant ist ein Bürger Ihres Landes, der mit seiner Frau bei einem Autounfall gestorben ist und einziger Sohn. Ich habe Anspruch auf 50% des Gesamtfonds, während 50% dies tun werden sein für dich. Bitte kontaktieren Sie meine private E-Mail hier für weitere Details: georgemike7031@gmail.com“
Ich habe ihm noch nicht geantwortet, aber ich denke, ich werde das Geld annehmen.
Es ist erst wenige Tage her, da erhielt ich eine Mail von einem Bankmanager aus Burkina Faso: „I am writing you this letter based on the latest development at my Department which I will like to bring to your personal edification. (10.5 million U.S Dollars transfer claims). This is a legitimate transaction and I agreed to offer you 40% of this money as my foreign partner after confirmation of the fund in your bank account, if you are interested, get back to me with the following details below.”
Wow! 40 % von 10,5 Mio. Dollar, das sind über 3,5 Mio. Euro! Ich habe keinen Grund, der Sache zu misstrauen, der Mann ist schließlich Manager einer großen Bank.
Es gibt einfach sehr großzügige, wohltätige Menschen auf der Welt. Zum Beispiel Frau Marina Oswald aus der Schweiz. Sie schrieb mir neulich: „Liebste im Herrn, …Ich bin mit Herrn Tom Oswald verheiratet, der zwanzig Jahre lang für eine Baufirma in Asien arbeitete, bevor er bei der Tsunami-Katastrophe starb. Wir waren verheiratet, aber ohne Kinder. Seit seinem Tod habe ich beschlossen, nicht wieder zu heiraten. Ich habe die Summe von vier Millionen fünfhunderttausend US-Dollar (4,5 Millionen Dollar) auf der Bank hinterlegt. Und jetzt bin ich bereit, diese Summe von 4,5 Millionen Dollar an die weniger Privilegierten zu spenden und zur Entwicklung der Kirche in Afrika, Amerika, Asien und Europa beizutragen. Ich befinde mich derzeit in einem Krankenhaus, wo ich in einem Krankenhaus mit Lungenkrebs behandelt werde, seitdem habe ich meine Fähigkeit zu sprechen verloren und meine Ärzte haben mir gesagt, dass ich nur noch wenige Monate zu leben habe. Bitte beachten Sie, dass dieses Geld auf der Bank liegt. Ich möchte eine vertrauenswürdige Person, die 90% dieses Geldes verwendet, um Kirchen, Waisenhäuser und Witwen auf der ganzen Welt zu finanzieren, aber in meinem Namen Frau Marina Oswald… „.
Das schwere Schicksal von Frau Oswald hat mich sehr gerührt, aber ich möchte das Geld wegen der damit verbundenen sozialen Verantwortung nicht annehmen, auch wenn ich zehn Prozent davon behalten dürfte.
Bei Sheema Khaja Waheed Uddin Subhani aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Dubai bin ich allerdings unsicher. Er (oder sie?) schreibt: „…ich habe wichtige Informationen über die 30 Millionen Dollar Ihrer verstorbenen Schwester. Sie ist eine Goldhändlerin aus Deutschland.“ Ich habe doch gar keine Schwester, auch keine verstorbene. Will der Mann mich etwa verarschen?
Flüchtlinge aus Moria aufnehmen – Wir haben Platz!
Veröffentlicht: 9. September 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Spenden | Tags: Flüchtlinge Hinterlasse einen KommentarIn meiner Wohngemeinde Wittnau bei Freiburg gibt es derzeit leerstehenden Wohnraum, der für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen ist. Wir könnten also gut zwei Familien oder vier bis fünf Einzelpersonen aufnehmen und ihnen eine sichere Unterkunft bieten. Viele Kommunen und auch Bundesländer haben in den letzten Wochen ihre Bereitschaft signalisiert, Flüchtlinge aus Griechenland und anderen Ankunftsländern aufzunehmen.
Leider blockiert das Innenministerium unter Horst Seehofer (und mit ihm auch die CDU) diese Aufnahmebereitschaft mit Verweis auf eine notwendige europäische Lösung. Diese europäische Lösung ist sicher notwendig, aber jetzt ist kurzfristig eine humanitäre Lösung für die obdachlos gewordenen Flüchtlinge aus Moria dringend notwendig.
Und jede/r von uns kann persönlich etwas tun: z.B. die Arbeit der Caritas zugunsten der Flüchtlinge mit einer Spende unterstützen.
Habt ihr mal´n Euro?
Veröffentlicht: 29. April 2020 Abgelegt unter: Allgemein, Gesellschaft, Spenden Hinterlasse einen KommentarNicht nur die Wirtschaft erleidet Umsatzeinbrüche wegen Corona. Auch gemeinnützige Organisationen, die ihre Arbeit mit Spenden finanzieren, bekommen die Auswirkungen schmerzhaft zu spüren. So zum Beispiel das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) mit Sitz in Köln. Das forumZFD setzt sich seit 1996 aktiv für die Überwindung von Krieg und Gewalt ein und unterstützt Friedensprojekte in Israel & Palästina, in Jordanien, Kambodscha, in der Ukraine und auf dem Balkan.
Um Kinder und Jugendliche für die Friedensarbeit zu interessieren und Spenden zu sammeln, veranstaltet forumZFD jedes Jahr Friedensläufe in verschiedenen deutschen Städten, so auch in Freiburg. Leider müssen die Friedensläufe dieses Jahr ausfallen (Großveranstaltungen!).
Damit fallen auch wichtige Spendenerträge für die Friedensarbeit weg. Man kann natürlich trotzdem spenden. Entweder, indem man eine eigene Spendenaktion startet oder für meine Aktion „1000 Kilometer radeln in 100 Tagen“ spendet.

Das Spenden geht ganz einfach: Den Link der Aktion anklicken und den gewünschten Spendenbetrag angeben. Ich würde mich freuen, wenn das gesetzte Spendenziel nicht nur erreicht, sondern übertroffen wird!
